Hochlantsch-Runde: Über die Bärenschützklamm zur Teichalm und zurück
Diese eindrucksvolle Rundwanderung zählt zu den abwechslungsreichsten Touren der Steiermark. Sie beginnt in Mixnitz, führt durch die spektakuläre Bärenschützklamm, über den 1.716 Meter hohen Hochlantsch-Gipfel zur Teichalm – und entlang des Mixnitzbachs wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auf 22,5 Kilometern erwarten dich Wasserfälle, Schluchten, Kraftplätze, Gipfelblicke und idyllische Almlandschaften.
Kurzinfos:
- Wo startet die Wanderung? In Mixnitz, beim Wanderparkplatz (Göberlmoar 4, 8131 Traföß) oder Bahnhof
- Wie lang ist die Strecke? 22,5 km
- Dauer? 6:03 h in Bewegung, insgesamt ca. 8,5 h
- Höhenmeter? 1.414 Hm im Auf- und Abstieg
- Höchster Punkt? 1.716 m (Hochlantsch)
- Tiefster Punkt? 492 m (Mixnitz)
- Schwierigkeit? Mittel bis Anspruchsvoll, gute Kondition notwendig
- Klamm geöffnet? Ja, seit 2024 wieder offen, nur bergauf begehbar
- Einkehrmöglichkeiten? Zum Guten Hirten, Steirischer Jokl, Teichalm, ev. Grasslhütte am Rückweg
- Beste Jahreszeit? Mai bis Oktober, bei stabilem Wetter
Von Mixnitz durch die Bärenschützklamm
Wir starten unsere Wanderung in Mixnitz (oberster Parkplatz zur Bärenschützklamm) und folgen dem immer steiler werdenden Forstweg Richtung Bärenschützklamm. Der Zustieg dauert etwa 30 Minuten. Am Eingang zur Klamm (Eintritt erforderlich) beginnt das Abenteuer: Über 100 Leitern und Stege führt der Weg durch die enge, wildromantische Schlucht.
Das Wasser rauscht, die Felsen sind feucht und moosbewachsen, und an vielen Stellen geht es spektakulär direkt über dem Bach entlang. Wer hier Höhenangst hat, sollte vorsichtig sein – Trittsicherheit ist Pflicht.
Erste Rast beim „Guten Hirten“
Am oberen Ende der Klamm erreichen wir die erste bewirtschaftete Hütte: Gasthaus „Zum Guten Hirten“ auf etwa 1.200 Metern Seehöhe. Hier lässt es sich gut rasten und Kraft tanken – die Steilstücke sind noch nicht vorbei.
Kraftplatz Schüsserlbrunn und Aufstieg zum Gipfel
Nach dem Gasthaus folgen wir einem schönen Weg zunächst durch den Wald bergauf, danach ein kurzes Stück auf der Forststraße und bald erreichen wir das Gasthaus „Steirischer Jokl“, wo wir auf der Terrasse mit großartiger Aussicht erneut eine kurze Rast einlegen. Wer möchte, kann direkt hinter der Terrasse über nicht ganz 100 Stufen hinabsteigen zum Schüsserlbrunn, einer kleinen Marien-Kapelle, die direkt unter einem überhängenden Felsen erbaut wurde. Sie gilt als Wallfahrtsort und Kraftplatz. Der Anblick ist eindrucksvoll und einzigartig – ein perfekter Platz für eine kurze Verschnaufpause bevor es wieder hinauf geht zum Steirischen Jokl.
Der weitere Aufstieg führt uns über steile Pfade durch den Wald zunächst auf einen Vorgipfel, von dem man über einen kurzen Grat zum Hochlantsch-Gipfel auf 1.716 Meter aufsteigen kann. Die letzten Meter zum Gipfelkreuz sind hochalpin und erfordern Trittsicherheit. Der Blick vom Gipfel reicht weit über das Almenland, bei klarer Sicht bis zum Hochschwab und sogar zum Dachstein. Die weiten Wiesen rundherum laden zum Ausruhen ein – wir machen hier unsere längste Pause.
Vom Gipfel geht es einen Waldweg entlang und über die weiten Almböden hinunter zur Teichalm, einer der größten zusammenhängenden Almflächen Österreichs. Der kleine See, die grasenden Kühe und die Aussicht machen diesen Ort besonders charmant. Direkt beim Teichalmsee gibt es Einkehrmöglichkeiten – etwa die Latschenhütte oder das Hotel Teichwirt mit Restaurantbetrieb. Hier kehren viele Wanderer ein.
Rückweg entlang des Mixnitzbachs
Nach der Teichalm folgt ein ruhigerer, aber langer Rückweg. Wir wandern entlang des Mixnitzbachs vorbei an der Hans-Kerl-Hütte (nicht bewirtschaftet), dann durch das schattige Tal entlang einer Forststrasse immer weiter gemütlich bergab.
Bei einer Weggabelung halten wir uns rechts und nach einem kurzen Gegenanstieg führt der Weg durch saftige Wiesen, auf denen Pferde weiden, bevor wir wieder das Gasthaus „Zum Guten Hirten“ erreichen. Von dort geht es auf dem gut beschilderten Prügelweg steil bergab bis wir wieder das leise Plätschern des Mixnitzbaches hören und den unteren Eingang der Bärenschützklamm erreichen. Den letzten Abschnitt gehen wir auf dem uns bereits bekannten Forstweg zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour.


















