Bakabu Kinder-Erlebnisweg zum Hutwisch – Familienwanderung mit Hörspiel und Aussichtsturm
Wer mit Kindern wandern geht, kennt das Problem: Während Erwachsene die Natur genießen, wird den Kleinsten oft schon nach kurzer Zeit langweilig. Genau hier setzt der Bakabu Kinder-Erlebnisweg in Hochneukirchen an. Entlang des Weges begleiten Hörgeschichten rund um den Ohrwurm Bakabu und seinen Freund Charlie Gru die Wanderung bis zur Hutwischwarte, dem höchsten Punkt der Buckligen Welt. So vergeht die Zeit für Kinder deutlich schneller, während Eltern die schöne Landschaft genießen können.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Rundwanderweg bei Hochneukirchen
- Länge: etwa 5,4 Kilometer
- Gehzeit mit Kindern: etwa 2 bis 3 Stunden
- Über 50 Vogelhäuschen markieren die Route
- Neun Hörstationen mit Bakabu-Geschichten
- Ziel ist die Hutwischwarte auf dem höchsten Punkt der Buckligen Welt
- Getränkeautomat, WC und Rastplätze bei der Warte
- Familienfreundliche Wanderung mit moderaten Steigungen
Start beim Parkplatz in Hochneukirchen
Die Wanderung beginnt beim Parkplatz im Ortszentrum von Hochneukirchen. Dieser liegt direkt gegenüber der Kirche und ist kaum zu übersehen. Schon hier fallen die ersten bunten Vogelhäuschen auf, die als Wegweiser für den gesamten Erlebnisweg dienen. Eine große Infotafel liefert die wichtigsten Informationen zur Route.
Vom Parkplatz geht es zunächst links und kurz darauf wieder rechts bergab Richtung Brunnenplatz. Bereits hier entdeckt man die nächsten (gelben)Vogelhäuschen und merkt schnell, dass die Beschilderung wirklich gelungen ist. Verlaufen ist auf dieser Wanderung praktisch unmöglich.
Durch Wiesen und Felder in Richtung Wald
Der Weg führt zunächst entlang der Panoramastraße. Nach dem Kindergarten zweigt die Route auf einen Feldweg ab und wird schnell deutlich abwechslungsreicher. Links begleitet ein Waldrand den Weg, während sich rechts immer wieder schöne Ausblicke über die Bucklige Welt öffnen.
Gerade dieser Abschnitt hat uns besonders gut gefallen. Die Landschaft wirkt ruhig und weitläufig, gleichzeitig wechseln sich Wiesen, Felder und Waldstücke ständig ab. Im Sommer wachsen entlang des Weges zahlreiche Brombeeren und andere Wildfrüchte, sodass es unterwegs sogar kleine Naschmöglichkeiten gibt.
Die bunten Vogelhäuschen tauchen regelmäßig auf und bestätigen immer wieder, dass man richtig unterwegs ist. Dadurch können auch Kinder selbst aktiv nach der nächsten Markierung Ausschau halten.
Vom Hexenhäuschen zur Hutwischwarte
Nach etwa 45 Minuten erreicht man das Hexenhäuschen, eine der markantesten Stationen entlang des Weges. Von hier führt die Route weiter durch den Wald und nähert sich langsam dem höchsten Punkt der Wanderung.
An einer Weggabelung trifft man auf die spätere Rückroute. Von dort sind es noch rund 20 Minuten bis zur Hutwischwarte. Die letzten Minuten verlaufen etwas steiler bergauf und stellen den anstrengendsten Abschnitt der Wanderung dar. Mit normaler Kondition und Kindern im Schulalter ist dieser Teil aber gut machbar. Alternativ kann man auch den Forstweg gehen.
Die Geschichte von Bakabu begleitet die Wanderung
Der eigentliche Star des Weges ist allerdings Bakabu. Über QR-Codes beziehungsweise NFC-Punkte können an mehreren Stationen Hörgeschichten abgespielt werden. Bakabu und Charlie Gru erleben dabei ein Abenteuer auf ihrem Weg zum Hutwisch.
Unser Tipp: Die App sollte man unbedingt nutzen. Anfangs haben wir hauptsächlich die Informationstafeln gelesen und erst später die Hörstationen intensiver ausprobiert. Dabei zeigte sich schnell, dass die Geschichten in der App deutlich ausführlicher sind als die Texte auf den Schildern.
Gerade für Kinder macht das einen großen Unterschied. Die Hörgeschichten beschäftigen die kleinen Wanderer wesentlich länger und sorgen dafür, dass die Strecke deutlich kürzer wirkt. Besonders praktisch ist außerdem, dass man einzelne Abschnitte jederzeit nochmals anhören kann. Falls die Wanderung einmal etwas länger dauert, lässt sich die Geschichte problemlos wiederholen.
Die Hutwischwarte als Höhepunkt der Wanderung
Der eigentliche Höhepunkt wartet auf dem Hutwisch. Mit 896 Metern bildet er den höchsten Punkt der Buckligen Welt, und auf seinem Gipfel steht die markante Hutwischwarte.
Der Aussichtsturm belohnt den Aufstieg mit einem beeindruckenden Rundumblick. Bei guter Sicht reicht der Blick weit über die Bucklige Welt hinaus bis zum Schneeberg, zum Wechsel und in Richtung Neusiedler See.
Rund um den Turm gibt es mehrere Picknickbänke, einen Getränkeautomaten sowie öffentliche Toiletten. Dadurch eignet sich der Platz perfekt für eine längere Pause, bevor der Rückweg beginnt.
Rückweg durch den Wald
Hinter der Warte führt der Rundweg wieder bergab. Nun dominieren Waldabschnitte, die besonders an warmen Tagen angenehm schattig sind. Die Vogelhäuschen begleiten auch hier zuverlässig den Weg zurück Richtung Hochneukirchen.
Erst auf dem Rückweg haben wir die App wirklich intensiv genutzt. Dadurch wurde uns bewusst, wie viel zusätzlicher Inhalt in den Hörgeschichten steckt. Für Familien lohnt es sich daher, das Smartphone von Anfang an griffbereit zu haben.
Interessant fanden wir außerdem, dass die Stationen der App nicht immer exakt mit den Punkten auf der Übersichtskarte übereinstimmen. Das beeinträchtigt die Wanderung zwar nicht, kann aber gelegentlich für etwas Verwirrung sorgen.
Gemütlicher Abschluss beim Gasthaus s’Hutwisch
Nach rund zweieinhalb Stunden erreicht man wieder den Ausgangspunkt im Ortszentrum. Direkt neben dem Parkplatz befindet sich das Gasthaus s’Hutwisch, das sich hervorragend für eine Einkehr nach der Wanderung eignet.
Gerade für Familien ist das ein angenehmer Abschluss, weil nach der Wanderung keine zusätzliche Autofahrt mehr notwendig ist. So lässt sich der Ausflug entspannt ausklingen.















