Die Alplochschlucht schließt unmittelbar an die Rappenlochschlucht an und liegt südlich des Staufensees. Sie ist enger, wilder und teilweise noch beeindruckender als ihre berühmte Nachbarin. Über schmale Holzstege führt der Weg zwischen steil aufragenden Felswänden hindurch, während unter einem das türkisgrüne Wasser der Dornbirner Ache tost. Uns persönlich hat die Alploch sogar noch besser gefallen als die Rappenlochschlucht.
Der klassische Einstieg erfolgt über den Ortsteil Gütle in Dornbirn. Hier befindet sich ein bewirtschafteter Wanderparkplatz sowie einige kostenlose Stellplätze am Straßenrand. Am Staufensee und am Einstieg der Alplochschlucht gibt es keine Parkmöglichkeiten. Wer öffentlich anreist, kann vom Bahnhof Dornbirn mit dem Landbus Linie 177 bis zur Haltestelle Gütle fahren. Für den Rückweg bietet sich die Haltestelle Schmitte an der Ebniter Straße an. Alternativ kann man den Bus (Linie 46 oder 177) bis zur Haltestelle Schmitte nehmen und von dort bergab durch die Alplochschlucht zum Staufensee wandern. Es gibt dort jedoch keine Parkplätze.
Vom Gütle führt der Wanderweg zunächst durch die Rappenlochschlucht, was etwa 30 Minuten dauert. Danach erreicht man den Staufensee. Hinter dem historischen Kraftwerk Ebensand beginnt die Alplochschlucht. Über schmale Holzstege und zahlreiche Treppen führt der Pfad durch die enge Klamm zwischen senkrechten Kalkfelsen. Das Wasser der Dornbirner Ache schimmert türkisgrün, und eindrucksvolle Gesteinsschichten zeugen von der geologischen Entstehung. Der Steig ist gut gesichert, aber stellenweise schmal und rutschig. Am Ende der Schlucht steigt der Weg durch einen kurzen Waldabschnitt hinauf zur Ebniter Straße auf rund 695 Metern Seehöhe. Dort befindet sich die Bushaltestelle Schmitte, von wo aus man bequem mit dem Bus zurück nach Dornbirn oder zum Ausgangspunkt Gütle fahren kann. Für die gesamte Runde – Rappenloch, Staufensee und Alploch – sollte man rund 2 Stunden Gehzeit einplanen.
Wer lieber bergab wandert, kann die sogenannte Alplochkarte nutzen. Sie beinhaltet eine Bergfahrt mit der Karrenseilbahn, den Abstieg entlang des Staufensees durch die Alplochschlucht und die Rückfahrt per Bus. Die Gehzeit beträgt rund 1 Stunde 45 Minuten. Diese Variante ist besonders angenehm, da man den steilen Aufstieg vom Gütle spart und fast ausschließlich abwärts wandert.
Enge Felswände und türkisfarbenes Wasser – die Alplochschlucht ist noch schmaler und wilder als die Rappenlochschlucht. Geologische Formationen – sichtbar gefaltete Kalkschichten und Gletscherschliffe erzählen die Geschichte der Erdbewegungen. Holzstege und Brücken – abenteuerliche Pfade mit spektakulären Tiefblicken.
Verbindung zum Naturdenkmal Kirchle – oberhalb führt ein Pfad zur beeindruckenden Felsgrotte, die jedoch zusätzliche Zeit und Kondition erfordert.
Der Zugang zu beiden Schluchten ist kostenlos und in der Regel von Mai bis Oktober möglich. Im Winter sind sie aufgrund von Steinschlaggefahr gesperrt. Feste Wanderschuhe mit Profil sind Pflicht, da die Stege bei Nässe rutschig sein können. Die Wanderung eignet sich für Kinder ab etwa sechs Jahren, ist aber nicht kinderwagentauglich. Hunde dürfen mitgenommen werden, sollten aber stets an der Leine geführt werden. Fahrräder sind nicht erlaubt, es gibt jedoch eine Abstellmöglichkeit am Eingang der Rappenlochschlucht beim Gütle.
Am Beginn der Rappenlochschlucht beim Parkplatz Gütle lädt eine kleine Jausenstation zur Einkehr ein. Hier gibt es Getränke, Eis und einfache Snacks – perfekt, um sich vor oder nach der Wanderung zu stärken.
| Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 24 Stunden geöffnet |
| Dienstag | 24 Stunden geöffnet |
| Mittwoch | 24 Stunden geöffnet |
| Donnerstag | 24 Stunden geöffnet |
| Freitag | 24 Stunden geöffnet |
| Samstag | 24 Stunden geöffnet |
| Sonntag | 24 Stunden geöffnet |
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