Die Bärenschützklamm zählt zu den beeindruckendsten wasserführenden Felsklammen Österreichs. Zwischen schroffen Kalksteinwänden und rauschenden Wasserfällen führt ein spektakulärer Holzsteig über 168 Brücken und Leitern durch das Naturdenkmal. Die anspruchsvolle Wanderung ist Teil eines gut ausgebauten Wegenetzes und lässt sich ideal mit dem Hochlantsch oder der Teichalm kombinieren.
Kurzinfos:
Der Einstieg in die Bärenschützklamm beginnt nach etwa 90 Minuten Zustieg ab Mixnitz, vorbei an der Jausenstation Grassauer. Ab dem offiziellen Einstieg schlängelt sich ein kunstvoll gebauter Holzsteig über mehr als 3.000 Sprossen durch die enge Felsenschlucht. Rauschende Wasserfälle, moosbewachsene Wände und bis zu 300 m hohe Kalksteinwände prägen das Bild. Die Steiganlage wurde 1901 erstmals errichtet und seither mehrmals modernisiert.
Schon nach wenigen Minuten wird klar, warum diese Klamm so beliebt ist: Die Kombination aus Naturgewalt, Technik und landschaftlicher Schönheit ist einzigartig. Wir waren beeindruckt von der sicheren, aber dennoch luftigen Bauweise der Leitern und Brücken – vor allem an heißen Tagen sorgt die feuchte, kühle Luft der Klamm für Erfrischung.
Die Klamm verläuft durch geologisch wertvolle Schichten, deren Entstehung teils über 400 Millionen Jahre zurückreicht. Sichtbar werden Karstphänomene wie Karren, Rillen, Felsnischen und Kolke. Durch die besondere Lage entwickelte sich eine seltene Flora: In der Eiszeit geflüchtete Reliktpflanzen existieren hier neben wärmeliebenden Arten aus südlichen Regionen.
Auch für Tierfreunde ist die Region spannend – mit etwas Glück erspäht man eine Gams oder seltene Vogelarten. Die Klamm ist Teil eines geschützten Naturraums und seit 1978 offiziell als Naturdenkmal ausgewiesen.
Die Bärenschützklamm ist in ein weit verzweigtes Wegenetz eingebunden und lässt sich auf mehreren Routen erwandern – von der klassischen Rundtour bis zur ausgedehnten Gipfel- oder Streckentour:
Bärenschützklamm-Runde ab Mixnitz
Start beim Parkplatz in Mixnitz. Der Aufstieg erfolgt durch die Klamm bis zur Hütte „Zum guten Hirten“. Von dort führt der Rückweg über den Prügelweg wieder hinunter nach Mixnitz. Dauer: ca. 5 Stunden
Bärenschützklamm-Runde ab Teichalm
Ausgangspunkt ist der Teichalmsee. Über den Prügelweg erreicht man den „Guten Hirten“, wandert durch die Klamm hinauf und kehrt danach auf gleichem Weg zur Teichalm zurück. Dauer: ca. 5 Stunden
Durchquerung mit Abstieg nach Breitenau
Von Mixnitz durch die Klamm, vorbei am „Guten Hirten“ bis zum „Steirischen Jokl“ oder weiter zum Hochlantsch-Gipfel. Der Abstieg erfolgt Richtung Breitenau. Dauer: ca. 4,5 Stunden
Hochlantsch-Runde mit Bärenschützklamm
Start an der Teichalm. Zuerst zum „Guten Hirten“, dann über den Prügelweg nach Mixnitz, durch die Bärenschützklamm zurück zum „Guten Hirten“. Weiter zur Kirche Schüsserlbrunn, auf den Hochlantsch und retour zur Teichalm. Dauer: ca. 8 Stunden. Hier findet ihr alle Infos zu dieser Wanderung.
Große Rundtour ab Mixnitz über Hochlantsch und Teichalm
Start in Mixnitz, Aufstieg durch die Klamm, vorbei an „Gutem Hirten“, „Steirischem Jokl“ und Schüsserlbrunn auf den Hochlantsch-Gipfel. Abstieg zur Teichalm, dort vorbei am Almerlebnispark. Rückweg über Prügelweg und Kassierhäuschen nach Mixnitz. Dauer: ca. 9 Stunden
Hinweis: Durch die Bärenschützklamm gilt ein Einbahnsystem – der Rückweg erfolgt stets über den Prügelweg oder eine Alternativroute.
Mixnitz ist sowohl mit dem Auto als auch öffentlich gut erreichbar. Vom Bahnhof Mixnitz-Bärenschützklamm gelangt man zu Fuß oder mit dem neuen Shuttlezug (bis 20. Juli 2025) bequem zum Einstieg. Es stehen drei Parkplätze zur Verfügung – der Premiumparkplatz direkt bei der Jausenstation ist ideal, aber schnell belegt. Kartenzahlung ist bei allen Parkplätzen erforderlich.
Ein praktisches Detail für Familien: Die Gehzeit von Mixnitz bis zum Einstieg beträgt rund 1,5 Stunden – man sollte sie in die Tagesplanung mit einbeziehen.
Die Klamm darf ausschließlich in Aufstiegsrichtung begangen werden – der Rückweg erfolgt über den Prügelweg. Trittsicherheit und gute Schuhe sind Pflicht. Besonders bei Nässe ist Vorsicht geboten. Für kleine Kinder ist die Route nur bedingt geeignet, Hunde sind ausnahmslos verboten.
Sowohl der „Gute Hirte“ als auch der „Steirische Jokl“ bieten traditionelle Hausmannskost, kühle Getränke und gemütliche Atmosphäre – ideal zur Rast nach der Klamm. Beide Hütten haben bis Ende Oktober täglich geöffnet.
| Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 08:00 – 16:00 |
| Dienstag | 08:00 – 16:00 |
| Mittwoch | 08:00 – 16:00 |
| Donnerstag | 08:00 – 16:00 |
| Freitag | 08:00 – 16:00 |
| Samstag | 08:00 – 16:00 |
| Sonntag | 08:00 – 16:00 |
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