Die Dominikanerkirche, auch Maria Rotunda genannt, ist eine der ältesten Barockkirchen Wiens und liegt mitten in der Inneren Stadt. Sie geht auf das 13. Jahrhundert zurück und wurde nach mehreren Vorgängerbauten zwischen 1631 und 1634 als Basilika neu errichtet. Die monumentale Fassade mit klassischen Säulen und Zwiebelkuppeln erinnert an italienische Vorbilder. Im Inneren erwarten dich ein lichtdurchflutetes Langhaus, ein imposanter Hochaltar und sechs Seitenkapellen mit prächtigen Fresken aus dem Leben der Jungfrau Maria. Heute ist die Kirche gleichzeitig Kloster- und Pfarrkirche der Dominikaner und ein Ort der Stille, Kunst und lebendigen Liturgie.
Die Dominikaner erhielten zu Beginn des 13. Jahrhunderts Land in der Postgasse und errichteten dort 1237 ihre erste romanische Kirche. Nach Erweiterungen im gotischen Stil wurde das Gotteshaus 1529 im Türkenkrieg schwer beschädigt; daraufhin entschied sich Kaiser Ferdinand II. zu einem Neubau im Sinne der Gegenreformation. Zwischen 1631 und 1634 entstand unter italienischen Baumeistern die heutige barocke Basilika. In den folgenden Jahrhunderten kamen romantische Altarbilder und 1896 eine große Orgel hinzu. Seit 1927 trägt die Kirche den Titel einer Basilica minor und ist somit eine der wenigen kleineren päpstlichen Basiliken in Österreich.
Fassade und Außenraum
Die Außenansicht der Dominikanerkirche ist von italienischer Frühbarockarchitektur geprägt: klassische Pilaster und Säulen, ein breites Giebelfeld und zwei Zwiebeltürme rahmen den Eingang. Über dem Portal stehen Statuen der Dominikanerinnen Katharina von Siena und Rose von Lima, die auf die marianische Widmung hinweisen.
Nave und Seitenkapellen
Beim Betreten der Kirche fällt sofort die Helligkeit auf. Das Langhaus strebt auf einen prachtvollen Hochaltar zu, flankiert von drei Seitenkapellen pro Seite. Jede Kapelle ist einer dominikanischen Heiligen gewidmet und beherbergt aufwendig gerahmte Altarbilder. Besonders beeindruckend fanden wir die Kapelle der Hl. Katharina von Siena und die der Hl. Rose von Lima, deren Altäre kunstvoll vergoldet sind.
Fresken und Stuck
Das Tonnengewölbe ist mit einem farbigen Freskenzyklus geschmückt, der 46 Szenen aus dem Leben Mariens zeigt. Der italienische Barockstil sorgt mit seiner intensiven Farbpalette und dem feinen Stuck für einen eindrucksvollen Raumeindruck. Durch die halbrunden Fenster fällt weiches Tageslicht ein, das die Fresken lebendig erscheinen lässt – das sorgt für eine besondere Atmosphäre, die wir so in kaum einer anderen Wiener Kirche erlebt haben.
Hochaltar und Orgel
Der mächtige Hochaltar besteht aus rotem Marmor und einem barocken Holzretabel, das ein monumentales Gemälde zur Einführung des Rosenkranzfestes zeigt. Darüber wölbt sich ein Baldachin, flankiert von korinthischen Säulen. Die Orgel auf der Westempore, ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert und 1991 renoviert, liefert bei Konzerten und Gottesdiensten einen kraftvollen Klang. Wir empfehlen, einen Besuch so zu planen, dass du eine Orgelprobe oder ein Konzert hörst – die Akustik ist hervorragend.
Beste Besuchszeiten: Wer die Kirche ohne großen Trubel erleben will, kommt früh am Morgen oder am späten Nachmittag. Zu diesen Zeiten ist das Licht besonders reizvoll und die Fresken wirken am intensivsten.
Kleidung und Verhalten: Als aktive Pfarrkirche gilt ein respektvoller Dresscode. Während der Messen solltest du Fotografieren und Filmen vermeiden; außerhalb der Gottesdienste ist das Fotografieren ohne Blitz erlaubt.
Konzerte und Veranstaltungen: Die Kirche ist bekannt für Konzerte und besondere Gottesdienste. Informiere dich rechtzeitig über aktuelle Programme – so kannst du geistliche Musik in einmaliger Akustik erleben.
| Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 07:00 – 19:00 |
| Dienstag | 07:00 – 19:00 |
| Mittwoch | 07:00 – 19:00 |
| Donnerstag | 07:00 – 19:00 |
| Freitag | 07:00 – 19:00 |
| Samstag | 07:00 – 21:00 |
| Sonntag | 07:00 – 21:00 |
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