Mitten im 9. Wiener Bezirk befindet sich eines der beeindruckendsten Barockpalais Wiens: das Gartenpalais Liechtenstein. Das Palais gehört seit mehr als 300 Jahren der Fürstenfamilie Liechtenstein und zählt heute zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Europas. Besucher erwartet hier eine Kombination aus prachtvollen Sälen, barocken Gartenanlagen und weltberühmten Kunstwerken von Rubens, Rembrandt oder Raphael.
Besonders beeindruckend sind der monumentale Herkulessaal, die Sala Terrena mit dem Goldenen Wagen sowie die prachtvollen Deckenfresken. Gleichzeitig sorgt der große öffentliche Park rund um das Palais für eine überraschend ruhige Atmosphäre mitten in Wien. Da sich das Palais weiterhin in Privatbesitz befindet, sind Besichtigungen ausschließlich im Rahmen von Führungen oder Sonderausstellungen möglich.
Das Gartenpalais Liechtenstein wurde Ende des 17. Jahrhunderts als repräsentatives Gartenpalais außerhalb der damaligen Stadtmauern errichtet. Heute liegt das Gebäude mitten im Bezirk Alsergrund, dennoch vermittelt die Anlage noch immer einen Eindruck der ursprünglichen barocken Gartenarchitektur.
Besonders auffällig ist die prachtvolle Fassade des Palais, doch vor allem die Innenräume zählen zu den großen Highlights. Bereits beim Bau arbeiteten bedeutende Künstler und Architekten an der Ausstattung des Gebäudes. So entstanden aufwendige Deckenfresken von Johann Michael Rottmayr und Andrea Pozzo, die bis heute zu den beeindruckendsten barocken Kunstwerken Wiens gehören.
Gleichzeitig wurde rund um das Palais ein weitläufiger Park angelegt, der heute öffentlich zugänglich ist und mit Brunnen, alten Bäumen, geschnittenen Hecken und historischen Skulpturen für eine überraschend ruhige Atmosphäre sorgt.
Die Innenräume des Gartenpalais können ausschließlich im Rahmen von Führungen besucht werden und gehören zu den eindrucksvollsten Barockräumen Wiens. Besonders bekannt ist der monumentale Herkulessaal, dessen großes Deckenfresko den Aufstieg des Herkules in den Olymp zeigt. Der Saal zählt zu den größten weltlichen Barocksälen der Stadt und beeindruckt mit seiner aufwendig restaurierten Farbigkeit.
Ein weiteres Highlight ist die Sala Terrena im Erdgeschoss. Dort befindet sich der berühmte Goldene Wagen aus dem 18. Jahrhundert, der als Meisterwerk französischer Wagenbaukunst gilt. Zusätzlich führen die Touren durch ehemalige Wohn- und Festräume mit historischen Wandteppichen, venezianischen Lustern, prunkvollen Stuckdecken und kunstvollen Parkettböden.
Auch die fürstliche Bibliothek gehört zu den Höhepunkten der Besichtigung. Sie umfasst rund 100.000 historische Bände aus mehreren Jahrhunderten und vermittelt einen Eindruck vom kulturellen Reichtum der Fürstenfamilie Liechtenstein.
Das Gartenpalais Liechtenstein beherbergt bedeutende Werke aus den Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein, die zu den wichtigsten privaten Kunstsammlungen Europas zählen. Besucher sehen hier unter anderem Gemälde von Peter Paul Rubens, Rembrandt, Anthony van Dyck und Raphael.
Zusätzlich umfasst die Sammlung historische Möbel, Bronzeplastiken, Porzellan, Wandteppiche und sogenannte Pietra-dura-Arbeiten. Besonders bekannt ist außerdem das „Badminton Cabinet“, das als teuerstes jemals versteigertes Möbelstück der Welt gilt.
Gerade diese Kombination aus barocker Architektur und weltberühmten Kunstwerken macht das Gartenpalais zu einem der außergewöhnlichsten Kulturerlebnisse in Wien.
Das Gartenpalais kann ausschließlich im Rahmen geführter Touren besucht werden. Öffentliche Führungen finden meist nur an ausgewählten Freitagen statt und sollten frühzeitig reserviert werden, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Während der Führung erfährt man mehr über die Geschichte des Palais, die barocke Architektur sowie die bedeutenden Kunstwerke der Sammlung. Gleichzeitig erhalten Besucher Zugang zu mehreren historischen Sälen und Prunkräumen, die sonst nicht öffentlich zugänglich wären.
Die Führungen werden hauptsächlich auf Deutsch angeboten. Zusätzlich steht ein Audioguide auf Deutsch und Englisch zur Verfügung. Außerdem finden regelmäßig spezielle Themenführungen unter dem Namen „KUNST.MOMENTE“ statt.
Im Gegensatz zu den Innenräumen kann der Garten rund um das Palais frei besucht werden. Die barocke Parkanlage zählt zu den ruhigeren Grünflächen Wiens und wird vor allem von Anwohnern sowie Familien genutzt.
Zwischen alten Bäumen, geometrisch angelegten Beeten und historischen Skulpturen entsteht eine überraschend entspannte Atmosphäre. Besonders beliebt ist außerdem der große Spielplatz im hinteren Bereich des Parks.
Gerade im Frühling und Sommer zählt der Garten zu den schönsten versteckten Grünanlagen der Wiener Innenstadtbezirke.
Zusätzlich zu den regulären Führungen präsentiert das Gartenpalais regelmäßig Sonderausstellungen mit Werken aus den Fürstlichen Sammlungen. Dabei stehen oft bestimmte Epochen oder Kunstthemen im Mittelpunkt.
Außerdem wird das Palais für exklusive Veranstaltungen, Konzerte und Empfänge genutzt. Vor allem der Herkulessaal zählt dabei zu den eindrucksvollsten Veranstaltungsräumen Wiens.
Das Gartenpalais liegt im Wiener Bezirk Alsergrund und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Besonders praktisch ist die Straßenbahnlinie D, die direkt bei den Stationen Bauernfeldplatz oder Seegasse hält. Zusätzlich erreicht man das Palais auch gut von der U4-Station Roßauer Lände.
Wer genügend Zeit mitbringt, kann den Besuch außerdem gut mit einem Spaziergang durch den Alsergrund oder entlang des Donaukanals kombinieren.
Wer sich für die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein interessiert, sollte zusätzlich auch das Stadtpalais Liechtenstein in der Wiener Innenstadt besuchen. Während im Gartenpalais vor allem große Meisterwerke von Rubens, Rembrandt oder Raphael im Mittelpunkt stehen, vermittelt das Stadtpalais mit seinen prachtvollen Rokoko-Räumen und historischen Einrichtungen einen besonders eindrucksvollen Einblick in die aristokratische Wohnkultur Wiens. Gerade die Kombination beider Palais zählt zu den spannendsten Kulturerlebnissen der Stadt.
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