Die Gleirschklamm gehört zu den beeindruckendsten Wanderzielen im Naturpark Karwendel bei Scharnitz. Die Schlucht wurde über Jahrtausende vom Gleirschbach geformt und begeistert mit steilen Felswänden, kleinen Wasserfällen, Holzbrücken und türkisfarbenem Wasser. Anders als viele bekannte Klammen ist die Gleirschklamm nur über einen schmalen Wandersteig zugänglich. Dadurch bleibt ihr ursprünglicher Charakter erhalten und die Wanderung wirkt deutlich alpiner.
Die Gleirschklamm liegt am Eingang des Naturparks Karwendel und zählt zu den ursprünglichsten Schluchten Tirols. Der Gleirschbach hat hier über Jahrtausende tiefe Einschnitte in den Kalkfels gegraben und eine beeindruckende Klamm geschaffen.
Während viele andere Klammen über breite Steganlagen erschlossen wurden, führt hier ein schmaler Wanderweg direkt durch die Schlucht. Immer wieder quert ihr den Bach über Holzbrücken, während links und rechts steile Felswände aufragen. Besonders an sonnigen Tagen leuchtet das Wasser in verschiedenen Türkis- und Grüntönen.
Die Klamm ist außerdem ein wichtiger Teil des Naturpark Karwendel, dem größten Naturpark Österreichs. Dadurch bleibt die Landschaft weitgehend unverändert und bietet einen besonders ursprünglichen Eindruck.
Der Weg zur Gleirschklamm beginnt am Naturpark-Infozentrum Scharnitz und führt zunächst entlang der Hinterautalstraße. Nach etwa 400 Metern zweigt die Route auf den Isarsteig ab. Dieser Waldpfad verläuft oberhalb der Isar und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf den Fluss.
Anschließend erreicht ihr die Scharnitzer Alm. Von dort führt der Nederweg weiter bis zum Eingang der Gleirschklamm.
Nun beginnt der spektakulärste Abschnitt der Wanderung. Über schmale Pfade, Holzstege und kleine Brücken geht es durch die Schlucht. Das Wasser rauscht teilweise direkt unter dem Weg vorbei, während die Felswände immer näher zusammenrücken.
Nach der Klamm gelangt ihr auf eine Forststraße. Von hier folgt die klassische Rundwanderung dem Hochwaldweg zurück Richtung Scharnitz. Am Ende des Hochwaldwegs erreicht ihr den Kreidegrabenweg und anschließend die Kneippanlage. Von dort gelangt ihr entweder über den Isarsteig oder über die Brücke und die Hinterautalstraße zurück zum Ausgangspunkt.
Für diese Rundwanderung solltet ihr etwa vier Stunden Gehzeit einplanen.
Die Gleirschklamm ist nicht nur eine einzelne Wanderung, sondern Ausgangspunkt für mehrere Touren im Karwendel.
Sehr beliebt ist die Wanderung zur Möslalm. Nach der Klamm folgt ihr dem Weg weiter ins Gleirschtal und erreicht nach mehreren Kilometern die Alm. Für diese Tour solltet ihr etwa sechseinhalb Stunden einplanen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Rundwanderung über den Zäunlkopf. Dabei führt die Route über die Oberbrunnalm auf den rund 1.744 Meter hohen Gipfel. Von oben bieten sich schöne Ausblicke auf die umliegenden Karwendeltäler. Die gesamte Runde dauert etwa sieben Stunden.
Sportliche Wanderer können die Klamm außerdem mit einer Tour zum Solsteinhaus verbinden. Diese Bergwanderung umfasst rund 22 Kilometer, fast 1.000 Höhenmeter und etwa acht Stunden Gehzeit.
Ebenfalls beliebt ist die Kombination mit dem Isarursprung. Dabei folgt ihr dem Hinterautal bis zu den Quellen der Isar und erlebt zusätzlich eine der bekanntesten Naturlandschaften der Region.
Die Gleirschklamm ist keine typische Familienwanderung. Der Weg verläuft teilweise direkt entlang steiler Felswände und weist mehrere schmale Passagen auf.
Mit älteren Kindern, die bereits Wandererfahrung besitzen und trittsicher unterwegs sind, kann die Tour jedoch gut bewältigt werden. Für kleine Kinder, Kinderwagen oder Laufräder ist die Klamm nicht geeignet.
Heute dient die Gleirschklamm ausschließlich als Wandergebiet. Früher spielte sie jedoch eine wichtige Rolle für die Holztrift. Dabei wurden Baumstämme mithilfe des Wassers talwärts transportiert. Am Eingang der Klamm befand sich eine sogenannte Klaus, mit der das Wasser aufgestaut wurde, bevor die Stämme weiter Richtung Tal befördert wurden.
Informationstafeln entlang der Strecke erinnern noch heute an diese Zeit und geben Einblicke in die Geschichte des Tales.
Direkt an der Route liegt die Scharnitzer Alm, die sich hervorragend für eine erste Rast eignet. Wer eine längere Wanderung plant, findet außerdem auf der Möslalm, der Kristenalm oder der Oberbrunnalm weitere Einkehrmöglichkeiten.
Dadurch lässt sich die Gleirschklamm sowohl als Halbtagestour als auch als ausgedehnte Tageswanderung planen.
Ausgangspunkt aller Touren ist das Naturpark-Infozentrum Scharnitz. Direkt daneben befindet sich der kostenpflichtige Karwendelparkplatz „Länd“ (P2).
Alternativ erreicht ihr Scharnitz bequem mit der Bahn. Vom Bahnhof sind es nur wenige Gehminuten bis zum Startpunkt der Wanderung.
| Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 24 Stunden geöffnet |
| Dienstag | 24 Stunden geöffnet |
| Mittwoch | 24 Stunden geöffnet |
| Donnerstag | 24 Stunden geöffnet |
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