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Leopold Museum in Wien

Das Leopold Museum im Wiener MuseumsQuartier ist ein zentraler Ort für Kunst des Fin de Siècle und der Moderne. Die Sammlung geht auf Rudolf und Elisabeth Leopold zurück, die ihre Werke 1994 einer Stiftung übergaben und damit den Weg für ein eigenes Museum ebneten. Seit 2001 steht der markante Kalksteinquader mit seinem hohen Glasatrium am Museumsplatz. Auf fünf Ebenen sind Gemälde, Grafiken, Möbel und Kunsthandwerk ausgestellt; durch die großzügigen Räume und das viele Tageslicht wirkt der Besuch trotz der Fülle angenehm übersichtlich.

Kurzinfos:

  • Was ist das Leopold Museum? Ein Museum für österreichische Kunst des späten 19. Jahrhunderts und der Moderne mit Schwerpunkten auf Egon Schiele, Gustav Klimt sowie Künstlern des Biedermeier und der Wiener Werkstätte.
  • Adresse & Erreichbarkeit: Museumsplatz 1, 1070 Wien. Erreichbar mit den U‑Bahnen U2 (MuseumsQuartier) und U3 (Volkstheater) sowie den Straßenbahnlinien 1, 2 und D.
  • Öffnungszeiten: Täglich 10–18 Uhr, auch an Feiertagen; im Hochsommer durchgehend geöffnet. Hier findet ihr alle Öffnungzeiten
  • Eintrittspreise: 17 € regulär, 14 € ermäßigt; Jugendliche unter 19 zahlen 2,50 €, Kinder unter 7 sind frei. Hier findet ihr alle Eintrittspreise
  • Highlights: Über 8 000 Werke, darunter die weltweit größte Egon‑Schiele‑Sammlung (44 Gemälde und über 200 Arbeiten auf Papier) und bedeutende Gemälde Gustav Klimts wie „Am Attersee“, „Große Pappel II“ und „Tod und Leben“.
  • Dauerausstellung: Die Präsentation „Wien 1900 – Geburt der Moderne“ zeigt auf drei Stockwerken rund 1 300 Objekte und vermittelt, wie Glanz und soziale Not um 1900 nebeneinander existierten.
  • Barrierefreiheit: Stufenloser Zugang, Aufzüge, barrierefreie Toiletten und reservierte Parkplätze.

Geschichte und Architektur

Rudolf und Elisabeth Leopold begannen in den 1950er‑Jahren, Kunstwerke des Jugendstils und der Wiener Moderne systematisch zu sammeln. Ihre Leidenschaft schuf eine Sammlung, die schon bald jeden privaten Rahmen sprengte. Um die Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, übergaben sie Mitte der 1990er‑Jahre über 5 000 Objekte an eine eigens gegründete Stiftung – der Grundstein für das heutige Museum.

Der Bau des Museums, entworfen von Laurids und Manfred Ortner, erinnert an einen schlichten, hellen Quader aus weißem Donaukalkstein. Ein zentrales Glasatrium durchzieht das Gebäude und lässt viel Tageslicht in die Galerien. Beim Rundgang fällt auf, wie harmonisch die Architektur mit den Exponaten zusammenspielt: Offenheit, klare Linien und großzügige Sichtachsen sorgen dafür, dass man sich auch bei längerem Aufenthalt wohlfühlt.

Sammlung und Höhepunkte

Das Leopold Museum beherbergt mehr als 8 000 Werke und ist besonders für seine Egon‑Schiele‑Sammlung bekannt. 44 Gemälde sowie hunderte Zeichnungen und Aquarelle des Künstlers sind zu sehen – ein Querschnitt vom expressiven Frühwerk bis zu den späten, ruhigeren Kompositionen. Die intensiven Selbstporträts und leuchtenden Landschaften wirken im Original noch eindrucksvoller als in Reproduktionen.

Neben Schiele zählen auch bedeutende Bilder Gustav Klimts zu den Höhepunkten des Museums: das sommerliche „Am Attersee“, das herbstliche Stimmungsbild „Große Pappel II“ und das allegorische „Tod und Leben“. Die Sammlung umfasst außerdem Werke von Richard Gerstl, Oskar Kokoschka und Alfred Kubin sowie zahlreiche Objekte des Biedermeier und der Wiener Werkstätte – Möbel, Schmuck, Glas und Keramik. Diese Vielfalt macht deutlich, dass das Haus nicht nur Malerei zeigt, sondern ein umfassendes Bild der Kunst und Kultur um 1900 vermittelt.

Rund um den Besuch

Die Dauerausstellung „Wien 1900 – Geburt der Moderne“ bildet den Kern des Museums. Über drei Stockwerke hinweg werden Gemälde, Möbel, Glasobjekte und Fotografien zusammengeführt. Die Präsentation veranschaulicht den geistigen Aufbruch der Zeit: Kunst, Literatur, Musik und Wissenschaft werden in Beziehung gesetzt, und neben Prunkstücken finden sich auch alltägliche Gegenstände.

Nach dem Rundgang lädt das Café Leopold zu einer Pause ein. Die Speisekarte verbindet asiatische Gerichte wie Sushi oder Poké‑Bowls mit Wiener Klassikern wie Schnitzel. Im Museums‑Shop gibt es Kunstbücher, Designobjekte und Souvenirs.

Dachterrasse „MQ Libelle“

Ein besonderer Tipp ist die öffentlich zugängliche Dachterrasse „MQ Libelle“ auf dem Leopold Museum. Der Eintritt zur Terrasse ist gratis, der Aufzug befindet sich seitlich am Gebäude. Oben angekommen gelangt man zunächst in einen verglasten Bereich mit einem kleinen Restaurant – man muss dort nichts konsumieren. Links vom Restaurant öffnet sich eine weitläufige Terrasse, von der aus sich ein wunderschöner Blick über die Innenstadt, das MuseumsQuartier und bis hin zum Kahlenberg bietet. Vor allem am frühen Abend lohnt sich der Abstecher, wenn das Licht der untergehenden Sonne die Dächer Wiens in warme Farben taucht.

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