Der Lünersee auf 1.970 Metern Höhe gehört zu den imposantesten Stauseen Vorarlbergs. Der ehemals natürliche Bergsee wurde in den 1950er-Jahren durch eine Staumauer aufgestaut und versorgt heute Kraftwerke im Ländle mit Wasser. Umgeben von den schroffen Kalkwänden des Rätikon ist er zugleich ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Bergsteiger. Dank der Lünerseebahn gelangt man in wenigen Minuten zum See – dennoch sind ein paar Dinge zu beachten.
Die Talstation der Lünerseebahn liegt am Ende des Brandnertals. Die Zufahrt erfolgt über Brand, doch die Parkplätze dort sind begrenzt und gebührenpflichtig. Die Betreibergesellschaft weist darauf hin, dass das Parken an der Talstation kostenpflichtig ist (Stand Sommer 2025: 4 € pro Tag) und dass bei Überziehen Gebühren drohen. Gerade an Wochenenden reichen die Stellplätze oft nicht aus. Für eine stressfreie Anreise empfiehlt sich daher der Postbus Linie 580, der zwischen Bludenz – Bürs – Bürserberg – Brand – Lünerseebahn verkehrt. Im Sommerfahrplan 2025 fährt er täglich; von Bludenz Bahnhof dauert die Fahrt zur Talstation etwa 50 Minuten, von Brand Dorfzentrum („Brand Gemeindezentrum“ bzw. Haltestelle bei der Dorfbahn/Hotel Valavier) sind es nur rund 20 Minuten. Wer mit der Bahn anreist, steigt in Bludenz aus und nimmt dort direkt den Bus zur Lünerseebahn.
Tipp: Das „Green Ticket“ kombiniert die Busfahrt innerhalb Vorarlbergs mit der Berg- und Talfahrt der Lünerseebahn.
Von der Talstation schwebt man mit der Lünerseebahn in fünf bis sechs Minuten zur Douglasshütte am See. Die Bahn ist barrierefrei und transportiert auch Kinderwagen und Hunde. Oben warten die Douglasshütte und das alte Pumpwerk, von wo aus sämtliche Wanderungen starten.
Lünerseerunde
Der Rundweg um den See ist teilweise geschottert und großteils kinderwagentauglich, ab der Westseite wird der Weg jedoch schmäler und steiniger – hier müssen die Kleinen laufen oder in der Kraxe getragen werden.
Die Umrundung gegen den Uhrzeigersinn beginnt an der Douglasshütte und dauert etwa 1 ½ bis 2 Stunden. Die Strecke ist angenehm zu gehen, erfordert aber festes Schuhwerk. Auf halber Strecke liegt die Alpe Lünersee direkt am Ufer – perfekt für eine Rast mit frischer Buttermilch und Käsebrot. Wir fanden die Vanille Buttermilch einfach traumhaft.
Nach rund 20 Minuten während der Seeumrundung gegen den Uhrzeigersinn, zweigt rechts ein Steig zur Totalphütte ab. Ein Wegweiser weist korrekt mit „1 Stunde“ aus – die Zeitangabe stimmt auf die Minute genau. Der steile Pfad führt über steinige Serpentinen; Wanderstöcke und Trittsicherheit sind hilfreich. Wichtig zu wissen: Von diesem Weg aus sieht man die herzförmige Kontur des Lünersees noch nicht – die berühmte Form erschließt sich erst, wenn man oberhalb der Hütte weiter Richtung Gamsluggen wandert.
An der Hütte (2.385 m) kann man eine Pause einlegen, bevor es auf einem blau-weiß markierten Steig etwa 30 Minuten weiter Richtung Gamsluggen geht. Bereits nach 15 Minuten öffnet sich der Blick hinunter zum See; die Herzform wird erst aus dieser Perspektive spektakulär sichtbar. Wer noch Kraft hat, folgt der Markierung über den Bergrücken bis zum Gafalljoch, wo sich die Aussicht nochmals steigert. Anschließend kann man über die Gamsluggen zur Totalphütte absteigen oder die Tour zur Schesaplana (anspruchsvoll!) fortsetzen.
Hier gehts zur ausführlichen Beschreibung der Wanderung:
Lünersee – Abenteuerliche Rundwanderung über Totalphütte, Gamsluggen und Cavelljoch (Gafalljoch)
Falls du die Herzblickwanderung Lünersee-Totalphütte variieren oder ergänzen willst, findest du hier ein paar attraktive Alternativen:
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