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Maria am Gestade

Die Kirche Maria am Gestade (Maria am Ufer) ist eine der ältesten gotischen Gotteshäuser Wiens. Sie steht in der Salvatorgasse unweit des Donaukanals und fällt durch ihre schlanke Gestalt, den leicht geknickten Grundriss und den durchbrochenen Turm auf. Der Name verweist auf den früheren Verlauf der Donau, deren Seitenarm einst direkt neben der Kirche vorbeifloss, und erklärt die ungewöhnlich schmale Bauform. Heute wird die Kirche von den Redemptoristen betreut, beherbergt deutsch-, französisch- und tschechischsprachige Gemeinden, und ihre Stiegen sind als Filmschauplatz aus Der dritte Mann und Before Sunrise bekannt.

Kurzinfos:

  • Wo liegt die Kirche? Salvatorgasse 12 im 1. Bezirk, wenige Schritte vom Judenplatz entfernt.
  • Wie komme ich hin? Zu Fuß von den U-Bahn-Stationen Schottenring, Schottentor, Stephansplatz, Schwedenplatz oder Herrengasse; Tram 1 (Salztorbrücke/Börse) und Buslinien 3A, 2A oder 1A halten in unmittelbarer Nähe.
  • Öffnungszeiten? Täglich von 07:00 bis 18:00 Uhr.
  • Eintritt? Der Zugang ist frei.
  • Gottesdienste? Tägliche Eucharistiefeiern am Morgen, Vorabend- und Sonntagsmessen; an mehreren Tagen wird auf Tschechisch, Französisch und Englisch gefeiert.
  • Architektonische Besonderheiten? Schmaler, leicht geknickter Bau mit Netzrippengewölbe und einem offenen Turm aus dem frühen 15. Jahrhundert.
  • Turmhöhe? Der filigrane Turm ragt über fünfzig Meter empor und prägt die Skyline.
  • Sehenswerte Kunstwerke? Perger-Altar (Renaissance-Altar von 1520); Klemens-Hofbauer-Altar mit Reliquien des Stadtpatrons; spätgotische Tafelbilder mit Verkündigung, Krönung Marias und Kreuzigung; reich mit Mosaiken verziertes Westportal.
  • Orgel und Musik? Große Hauptorgel von 1911 mit 32 Registern und ein Orgelpositiv; Ensembles wie Capella Clementina und Vox Gotica gestalten die Liturgie musikalisch.
  • Besonderes? Wallfahrtsort, Reliquien von Clemens Maria Hofbauer, bekannter Drehort.

Lage und Erreichbarkeit

Die Kirche liegt im Herzen der Wiener Innenstadt. Das frühere Ufer des Donauarms erklärt ihren Namen; heute führt der Donaukanal einige Straßen weiter vorbei. Durch ihre Lage zwischen schmalen Gassen wirkt das Bauwerk ungewöhnlich schlank, und der Chor steht leicht versetzt zum Langhaus. Besucher erreichen den Ort am besten zu Fuß von mehreren U-Bahn-Stationen (U1, U2, U3, U4) oder mit Tram 1 sowie den Buslinien 3A, 2A und 1A.

Geschichte und Architektur

Maria am Gestade war ursprünglich eine Kirche der Schiffer und Flößer an einem Donauarm. Der heutige Bau gehört zu den wenigen erhaltenen gotischen Kirchen Wiens. Das Westportal besitzt ein reich mit Mosaiken verziertes Gewölbe, und das Langhaus ist mit einem Netzrippengewölbe versehen, das die Bauinschrift „1414“ trägt. Wegen des schmalen Grundstücks weichen Langhaus und Chor leicht voneinander ab, was dem Innenraum eine asymmetrische Wirkung verleiht.

Der offene Turm aus dem frühen 15. Jahrhundert ist das markanteste Element. Sein durchbrochenes Maßwerk lässt Licht und Himmel durchscheinen und machte ihn zum beliebten Motiv auf historischen Stadtansichten. Der Turm ist über fünfzig Meter hoch und ragt weit über die Dächer der Umgebung hinaus.

Innenraum und Kunstwerke

Tritt man in das Gotteshaus, öffnet sich ein schmaler, hoher Raum unter einem spätgotischen Netzrippengewölbe. Links findet sich der Perger-Altar, ein Renaissance-Altar von 1520. Der Klemens-Hofbauer-Altar in einer Seitenkapelle bewahrt die Reliquien des heiligen Clemens Maria Hofbauer, des Stadtpatrons von Wien. Weitere Höhepunkte sind spätgotische Tafelbilder aus der Zeit um 1460, die in der Klemens-Kapelle die Verkündigung, die Krönung Marias und die Kreuzigung Jesu darstellen.

Das Gewölbe des Westportals ist mit farbigen Mosaiken geschmückt. Im Langhaus zieht der Blick über das Netzrippengewölbe zum Hochaltar mit farbigem Glasfenster. Die Kanzel stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde im Stil der Gotik erneuert.

Gemeinde und Nutzung heute

Seit dem 19. Jahrhundert betreuen die Redemptoristen die Kirche. Sie ist Wallfahrtskirche und beherbergt Reliquien des heiligen Clemens Maria Hofbauer. Neben der deutschsprachigen Gemeinschaft feiern hier auch französisch- und tschechischsprachige Gemeinden regelmäßig Gottesdienst. Der Gottesdienstkalender weist tägliche Messen am Morgen sowie Abend- und Sonntagsgottesdienste aus; besondere Termine wie Rorate-Messen in der Adventzeit sowie Messen in Tschechisch, Französisch oder Englisch gehören zum Angebot.

Die Kirche wird auch musikalisch genutzt: Die Capella Clementina, ein professioneller Kammerchor, gestaltet die Hochämter mit Musik von der Renaissance bis zur Wiener Klassik. Das Ensemble Vox Gotica ist auf mittelalterliche Vokalmusik spezialisiert und tritt regelmäßig auf. Die Hauptorgel auf der Westempore stammt von Matthäus Mauracher, wurde im frühen 20. Jahrhundert erbaut, verfügt über 32 Register und wurde umfassend saniert. Ein kleineres Orgelpositiv im Chor dient als Continuo-Instrument.

Tipps für den Besuch

Der Zugang erfolgt über eine Stiegenanlage – die aus Filmen bekannten Treppen verleihen dem Besuch eine besondere Atmosphäre. Da der Eintritt frei ist, lohnt sich ein spontaner Abstecher. In den Morgenstunden ist es meist ruhig; wer an einem Gottesdienst teilnehmen möchte, sollte die Messezeiten beachten. Kunstinteressierte sollten sich Zeit nehmen, um die spätgotischen Tafelbilder und die Mosaiken am Westportal zu betrachten sowie die besondere architektonische Spannung zwischen Langhaus und Chor wahrzunehmen. Im Anschluss bietet sich ein Spaziergang über die Stiegen hinauf zum Judenplatz und weiter zum Donaukanal an.

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