Die Mozarthaus Vienna ist das einzige erhaltene Wohnhaus Wolfgang Amadeus Mozarts in Wien. In der Domgasse 5 lebte der Komponist mit seiner Familie von 1784 bis 1787. Die Wohnung besteht aus vier großen Räumen und zwei kleineren Zimmern, dennoch sind keine Originalmöbel erhalten; die Räume wurden mit zeitgenössischem Mobiliar aus der Epoche ausgestattet. Das Museum erstreckt sich über drei Etagen und zeigt multimediale Installationen zu Mozarts Leben, seiner Musik und der Stadt Wien. Wir fanden den Besuch informativ, aber ohne Originalstücke und nur mit wenigen authentischen Objekten richtet er sich eher an echte Mozart-Fans.
Das Gebäude wurde im 17. Jahrhundert als zweistöckiges Bürgerhaus errichtet und 1716 ausgebaut. 1784 zog Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner Familie in die damals so genannte Camesina-Haus-Wohnung. Er blieb hier bis 1787 und komponierte unter anderem die Oper „Le Nozze di Figaro“, die er im ersten Stock schrieb. Die Wohnung war großzügig: vier große Zimmer, zwei kleinere Kammern und eine Küche spiegeln den gehobenen Lebensstandard wider, den sich Mozart in dieser Phase leisten konnte. Im Jahr 2006 wurde das Haus umfassend renoviert und als Mozarthaus Vienna eröffnet – ein modernes Museum, das sich dem Schaffen des Komponisten widmet.
Die Tour beginnt im obersten Stockwerk. Hier werden die gesellschaftlichen und persönlichen Umstände beleuchtet, die Mozarts Wiener Jahre prägten. Eine multimediale Installation führt Besucher zu allen Wohnungen, in denen Mozart in Wien gelebt hat; außerdem werden die Orte seiner Auftritte, seine Verbindung zu den Freimaurern und seine Beziehungen zu Aristokraten vorgestellt. Karten und Gemälde zeigen Wien im späten 18. Jahrhundert, und eine Installation mit Gucklöchern erlaubt einen Blick auf die freizügigen „Grabennymphen“ jener Zeit. Wir fanden diese historische Kontextualisierung gelungen, obwohl die Originaldokumente fast alle Kopien sind.
Eine Etage tiefer dreht sich alles um Mozarts musikalisches Werk. Die Ausstellung erläutert die Entstehung seiner Opern und stellt Zeitgenossen wie Christoph Willibald Gluck und Antonio Salieri vor. Ein Video zeigt parallel Ausschnitte aus sieben modernen Aufführungen der „Hochzeit des Figaro“. Die Raumgestaltung vermittelt den Eindruck, Wien sei im 18. Jahrhundert das „Hollywood der Musik“ gewesen; doch auch hier handelt es sich bei vielen Exponaten um Reproduktionen.
Das Herzstück des Museums ist die original erhaltene Wohnung im ersten Stock. Mozart lebte hier mit seiner Frau Constanze und den Kindern; es ist die längste Zeit, die er an einem Ort in Wien verbrachte. Leider gibt es keine originalen Möbelstücke – jede Einrichtung stammt aus der Epoche, aber nicht aus Mozarts Besitz.
Einige handschriftliche Notenblätter, eine Inventarliste seines letzten Wohnsitzes und kopierte Seiten seiner täglichen Musikproduktion zeigen persönliche Details. Gerade das Fehlen echter Originale trübte unser Erlebnis etwas; für eingefleischte Mozart-Liebhaber mag allein die Atmosphäre den Besuch rechtfertigen.
Eintrittskarten können online oder vor Ort erworben werden. Im Preis enthalten ist ein Audio-Guide in verschiedenen Sprachen und eine spezielle Kinder-Version. Es gibt Ermäßigungen für Studenten, Senior:innen und Gruppen; Familien zahlen zusammen €29, während ein Kombiticket mit dem Haus der Musik €22 kostet.
Die Mozarthaus Vienna ist vollständig barrierefrei: ein breiter Eingang ohne Stufen, ein Lift und barrierefreie WCs erleichtern den Besuch. Der Rundgang ist klar ausgeschildert; die Audiostationen sind nummeriert und leicht zu bedienen. Für besondere Ausstellungen lohnt sich ein Blick auf den Veranstaltungskalender des Museums.
Fotografieren ist im gesamten Museum ohne Genehmigung nicht erlaubt; wer filmen oder Fotos machen möchte, muss vorher eine offizielle Erlaubnis einholen. Da wir uns an diese Regel hielten, konnten wir keine eigenen Aufnahmen machen – die hier gezeigten Bilder wurden uns vom Museum freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
| Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 10:00 – 19:00 |
| Dienstag | 10:00 – 19:00 |
| Mittwoch | 10:00 – 19:00 |
| Donnerstag | 10:00 – 19:00 |
| Freitag | 10:00 – 19:00 |
| Samstag | 10:00 – 19:00 |
| Sonntag | 10:00 – 19:00 |
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