Der Naturpark Karwendel ist das größte Schutzgebiet Tirols und zugleich der größte Naturpark Österreichs. Mit einer Fläche von rund 739 km² umfasst er nahezu das gesamte Karwendelgebirge sowie das Naturschutzgebiet Arnspitze. Hier treffen wilde Flussläufe wie Isar und Rißbach auf ausgedehnte Wälder, bunte Almwiesen und über 120 Gipfel über 2.000 Meter.
Die Region ist reich an seltenen Tier- und Pflanzenarten, darunter Steinadler, Weißrückenspecht und Frauenschuh. Gleichzeitig bietet der Naturpark ein weitläufiges Wegenetz für Wanderer, Bergsteiger, Mountainbiker und Familien. Das Naturpark-Infozentrum in Scharnitz und das Naturparkhaus Hinterriß dienen als wichtige Eingangstore in diesen besonderen Lebensraum.
Der Naturpark Karwendel liegt in den Nördlichen Kalkalpen und grenzt im Westen an Innsbruck, im Süden an den Achensee, im Norden an Bayern und im Osten an das Inntal. Sein Gebiet umfasst nahezu das gesamte Karwendelmassiv sowie das kleine Naturschutzgebiet Arnspitze.
Mit 739 Quadratkilometern ist der Naturpark Karwendel größer als viele andere Schutzgebiete in Österreich. Die Landschaft wird von mehr als 120 Zweitausendern geprägt. Zu den höchsten Gipfeln zählen die Birkkarspitze mit 2.749 Metern und die Großen Arnspitzen.
Obwohl der Naturpark unweit des dicht besiedelten Inntals liegt, wirkt er in vielen Bereichen ausgesprochen abgeschieden. Rund die Hälfte seiner Fläche ist bewaldet. In mehreren Naturwaldreservaten darf sich der Wald ohne forstwirtschaftliche Eingriffe entwickeln, wodurch besonders wertvolle Lebensräume entstehen.
Der Naturpark Karwendel ist ein Mosaik aus wilden Flüssen, schroffen Felswänden, sanften Almwiesen und urwüchsigen Wäldern. Die Flusssysteme der Isar und des Rißbachs durchziehen das Gebiet und bilden eines der letzten Wildfluss-Ökosysteme Mitteleuropas.
In den Tallagen entspringen zahlreiche Quellen, deren Wasser eine ausgezeichnete Qualität besitzt. Besonders eindrucksvoll ist der Isarursprung im Hinterautal, wo mehrere Quellbäche zur jungen Isar zusammenfließen. Diese wilden Wasserläufe prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern bieten auch wertvolle Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere.
Die Artenvielfalt im Naturpark Karwendel ist außergewöhnlich hoch. Mehr als 1.300 Pflanzenarten wurden nachgewiesen, darunter seltene Orchideen wie der Frauenschuh. Außerdem leben mehr als 3.000 Tierarten im Schutzgebiet, darunter 96 Brutvogelarten und über 2.200 Käferarten.
Besonders bekannt ist der Naturpark auch für seine Steinadler. Darüber hinaus findet man hier Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere, Birkhühner, Spechte und zahlreiche Insektenarten. Durch die unterschiedlichen Höhenlagen entstehen verschiedenste Lebensräume, von den Flusstälern bis zu den felsigen Gipfelregionen.
Der Naturpark Karwendel bietet zahlreiche markante Orte, die sich als Ausflugsziele oder Ausgangspunkte für Wanderungen eignen. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt der Große Ahornboden im Engtal. Die Kulturlandschaft mit ihren alten Bergahornen gehört zu den eindrucksvollsten Landschaftsbildern Tirols.
Ein weiteres Highlight ist der Isarursprung im Hinterautal. Die Wanderung dorthin startet meist in Scharnitz und führt durch ein weitläufiges Tal in Richtung Kastenalm. Scharnitz gilt generell als wichtiges Tor zum Karwendel und ist mit dem Naturpark-Infozentrum ein besonders guter Einstiegspunkt.
In der Nähe von Scharnitz befindet sich auch die Gleirschklamm. Der Klammsteig führt entlang eines wilden, unverbauten Flussabschnitts und zählt zu den beliebtesten Wanderungen im Naturpark. Weiter südlich locken das Halltal, das Hafelekar und die markanten Lalidererwände.
Weitere bekannte Ziele sind Hinterriß, die einzige ganzjährig bewohnte Siedlung im Naturpark, die Hochplatte über dem Achensee, die Mondscheinspitze sowie die Wolfsklamm bei Stans. Wer mehrere Tage unterwegs sein möchte, kann den Karwendel Höhenweg wandern oder mit dem Mountainbike durch die Täler zu Almen und Hütten fahren.
Der Große Ahornboden zählt zu den bekanntesten Orten im Naturpark Karwendel. Die weite Almfläche liegt im Engtal bei Hinterriß und ist besonders für ihre alten Bergahorne bekannt. Viele der Bäume sind mehrere hundert Jahre alt und prägen das Landschaftsbild zu jeder Jahreszeit.
Besonders schön ist der Große Ahornboden im Herbst, wenn sich die Blätter der Ahornbäume gelb und orange färben. Aber auch im Frühling und Sommer ist das Gebiet ein beliebtes Ziel für Wanderer, Fotografen und Familien. In der Nähe befindet sich die Engalm, eine der bekanntesten Almsiedlungen Tirols.
Die Engalm bietet sich für eine Einkehr an und ist zugleich Ausgangspunkt für mehrere Wanderungen. Durch die vergleichsweise einfache Erreichbarkeit gehört dieser Bereich zu den meistbesuchten Teilen des Naturparks.
Der Isarursprung liegt im Hinterautal bei Scharnitz und zählt zu den wichtigsten Naturzielen im Karwendel. Hier entspringt die Isar aus mehreren Quellbächen, bevor sie durch Tirol und Bayern weiterfließt.
Die Tour zum Isarursprung ist besonders bei Wanderern und Mountainbikern beliebt. Vom Naturpark-Infozentrum Scharnitz führt der Weg durch das Hinterautal in Richtung Kastenalm. Die Route ist landschaftlich sehr reizvoll und verläuft entlang eines der letzten naturnahen Wildflusssysteme Mitteleuropas.
Je nach Kondition und gewählter Variante kann man den Isarursprung als längere Wanderung, Radtour oder kombinierte Tour planen. Unterwegs gibt es immer wieder Rastmöglichkeiten und schöne Ausblicke auf die umliegenden Karwendelberge.
Die Gleirschklamm ist eine der eindrucksvollsten Schluchten im Naturpark Karwendel. Sie liegt nahe Scharnitz und lässt sich gut mit dem Naturpark-Infozentrum verbinden. Der Weg führt zunächst durch das Hinterautal beziehungsweise über Zustiege wie den Isarsteig, bevor man den Klammabschnitt erreicht.
In der Klamm begleitet man den wilden Gleirschbach auf schmalen Steigen, Brücken und felsigen Passagen. Das Wasser hat sich tief in den Fels eingeschnitten und zeigt eindrucksvoll, wie ursprünglich die Flusslandschaften im Karwendel noch sind.
Die Wanderung durch die Gleirschklamm ist besonders für trittsichere Wanderer geeignet. Bei Nässe ist Vorsicht geboten, da einzelne Abschnitte rutschig sein können. Für Familien mit wandererfahrenen Kindern ist die Tour sehr spannend, allerdings sollte man ausreichend Zeit und passende Schuhe einplanen.
Der Naturpark Karwendel zählt zu den vielseitigsten Wandergebieten Tirols. Über 1.000 Kilometer markierte Wanderwege führen durch stille Täler, über Almwiesen, durch Wälder und hinauf zu aussichtsreichen Gipfeln.
Das Angebot reicht von einfachen Spaziergängen bis zu alpinen Bergtouren. Beliebte kürzere Wege sind etwa Themenwege im Engtal, der Solewanderweg im Halltal oder Lehrpfade rund um den Großen Ahornboden. Diese Wege vermitteln Wissenswertes über Natur, Geschichte und Schutzgebiete.
Für erfahrene Wanderer und Bergsteiger bietet das Karwendel zahlreiche Gipfelziele. Besonders bekannt sind Touren auf die Birkkarspitze, die Mondscheinspitze, die Hochplatte oder rund um das Hafelekar. Wer mehrere Tage unterwegs sein möchte, kann den Karwendel Höhenweg gehen. Dieser verbindet mehrere Hütten miteinander und führt durch besonders eindrucksvolle Teile des Gebirges.
Auch Mountainbiker finden im Naturpark Karwendel zahlreiche freigegebene Routen. Besonders beliebt sind Touren ab Scharnitz, da hier mehrere Täler gut erreichbar sind.
Eine bekannte Strecke führt vom Naturpark-Infozentrum Scharnitz durch das Hinterautal zum Isarursprung und weiter Richtung Kastenalm. Ebenfalls beliebt sind Touren zur Plumsjochhütte, durch das Rißtal oder in Bereiche rund um Leutasch und die Arnspitzgruppe.
Da sich der Naturpark in einem sensiblen Schutzgebiet befindet, sollten Mountainbiker ausschließlich freigegebene Wege nutzen. Rücksicht auf Wanderer, Weidevieh und Wildtiere ist besonders wichtig.
Der Naturpark Karwendel eignet sich auch für Familien, wenn man die Touren gut auswählt. Besonders geeignet sind kürzere Themenwege, Natur-Spielplätze und leicht erreichbare Ausflugsziele wie der Große Ahornboden, die Engalm oder das Naturpark-Infozentrum Scharnitz.
Auch der Themenweg Engalm, der Informationsweg Halltal oder familienfreundliche Wege rund um Scharnitz bieten gute Möglichkeiten, Kindern die Landschaft und Tierwelt näherzubringen. Je nach Alter und Erfahrung der Kinder können auch einfache Talwanderungen oder kurze Almwanderungen geplant werden.
Bei Touren in Klammen oder auf schmalen Steigen sollte man allerdings genau auf Trittsicherheit, Wetter und Ausrüstung achten. Gerade im Karwendel können Wege schnell alpiner werden, als es auf den ersten Blick wirkt.
Neben Wandern und Mountainbiken gibt es im Naturpark Karwendel zahlreiche weitere Möglichkeiten. Dazu zählen geführte Ranger-Touren, Vogelbeobachtungen, Naturführungen, Geocaching, Klettersteige und Themenwanderungen.
Im Winter sind ausgewählte Bereiche für Schneeschuhwanderungen und Skitouren geeignet. Allerdings sollte man dabei unbedingt die Lawinenlage, Schutzgebiete und Wildruhezonen beachten. Da der Naturpark Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 ist, gelten besondere Verhaltensregeln zum Schutz der Natur.
Besucher sollten auf markierten Wegen bleiben, keinen Müll hinterlassen, Hunde anleinen und Wildtiere nicht stören. Gerade in sensiblen Bereichen ist rücksichtsvolles Verhalten besonders wichtig.
Für einen gelungenen Einstieg in den Naturpark Karwendel bieten sich das Naturparkhaus Hinterriß und das Naturpark-Infozentrum Scharnitz an. Beide Einrichtungen informieren über Wanderwege, Hütten, Wetter, Tiere, Pflanzen und Besonderheiten der Region.
Das Naturparkhaus Hinterriß liegt im einzigen ganzjährig bewohnten Ort innerhalb des Naturparks. Es vermittelt anschaulich, wie sich die Landschaft des Karwendels entwickelt hat und welche Rolle der Mensch in dieser Kulturlandschaft spielt.
Das Naturpark-Infozentrum Scharnitz ist besonders für Besucher interessant, die Touren ins Hinterautal, zum Isarursprung oder zur Gleirschklamm planen. Dort erhält man Karten, aktuelle Hinweise und Informationen zu Veranstaltungen.
Weitere Museen und Ausstellungen wie die Museum Holzerhütte, der Naturrraum Karwendel und rundumTHAUR beschäftigen sich mit der Kultur- und Naturgeschichte der Region. Zusätzlich gibt es Informationsportale, Themenwege und Natur-Spielplätze, die besonders für Familien interessant sind.
Der Besuch des Naturparks Karwendel ist grundsätzlich kostenlos. An einzelnen Ausgangspunkten können allerdings Parkgebühren anfallen. Auch für bestimmte Einrichtungen, Museen oder Führungen können Kosten entstehen.
Die beste Zeit für Wanderungen und Mountainbiketouren liegt meist zwischen Frühling und Herbst. Im Frühsommer sind viele Almwiesen besonders schön, während der Herbst vor allem am Großen Ahornboden sehr beliebt ist.
Im Winter sind nicht alle Wege begehbar. Einige Bereiche eignen sich jedoch für Schneeschuhwanderungen oder Skitouren. Dabei sollte man besonders auf Lawinengefahr, Wildruhezonen und die aktuellen Bedingungen achten.
| Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 24 Stunden geöffnet |
| Dienstag | 24 Stunden geöffnet |
| Mittwoch | 24 Stunden geöffnet |
| Donnerstag | 24 Stunden geöffnet |
| Freitag | 24 Stunden geöffnet |
| Samstag | 24 Stunden geöffnet |
| Sonntag | 24 Stunden geöffnet |
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