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Piburger See – Baden, Wandern und Natursee oberhalb von Oetz

Der Piburger See zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen im vorderen Ötztal. Der auf 913 Metern gelegene Natursee ist von Wald umgeben und gehört zu den wärmsten Badeseen Tirols. Besonders im Sommer zieht der See viele Besucher zum Baden, Wandern und Bootfahren an. Gleichzeitig steht das Gebiet unter Naturschutz, weshalb viele Bereiche bewusst ruhig und naturbelassen geblieben sind.

Kurzinfos:

  • Adresse: Piburger Seestraße 1, 6433 Oetz
  • Was ist der Piburger See? Einer der bekanntesten Naturbadeseen Tirols im Landschaftsschutzgebiet Achstürze – Piburger See
  • Wie warm wird der See? Im Hochsommer bis zu etwa 25 °C
  • Kann man im Piburger See baden? Ja, allerdings ausschließlich in der offiziellen „Badeanlage Piburger See“ am Südufer
  • Gibt es Eintritt? Ja, Tageskarte Erwachsene ca. € 7, Kinder ca. € 4, Kinder unter 6 Jahren gratis
  • Öffnungszeiten Badeanlage: Täglich etwa 10:00–18:00 Uhr, bei Schönwetter teils bis 20:00 Uhr
  • Gibt es Gastronomie? Ja, direkt bei der Badeanlage befindet sich ein Restaurant mit großer Seeterrasse
  • Gibt es Boote? Ja, Ruderbootverleih direkt bei der Badeanlage
  • Preise Bootsverleih: Ca. € 8 für 30 Minuten, ca. € 14 für 1 Stunde
  • Kann man um den See wandern? Ja, die Seeumrundung ist problemlos möglich
  • Wie lange dauert die Runde? Etwa 45 Minuten gemütlich rund um den See
  • Ist der Weg kinderwagentauglich? Teilweise – besonders die westliche Seeseite
  • Kann man angeln? Ja, mit Tageskarte und Fischereiberechtigung zwischen Mai und September
  • Parken: Gebührenpflichtige Parkplätze oberhalb des Sees in Piburg
  • Wie weit ist es vom Parkplatz? Je nach Ziel etwa 10–30 Minuten zu Fuß

Baden im Piburger See

Der Piburger See gilt als einer der wärmsten Naturbadeseen Tirols. Während viele Bergseen auch im Hochsommer sehr kühl bleiben, erreicht der Piburger See regelmäßig Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad. Dadurch eignet er sich auch für Familien deutlich besser als viele andere Seen in Tirol.

Wichtig ist allerdings zu wissen, dass Baden nur in der offiziellen Badezone erlaubt ist. Der restliche See steht unter Naturschutz. Die „Badeanlage Piburger See“ liegt am Südufer und bietet einen kontrollierten Zugang zum Wasser. Dort gibt es Liegewiesen, Sanitäranlagen, Umkleiden, einen barrierefreien Zugang sowie ein schwimmendes Floß im See.

Die Badeanlage ist kostenpflichtig. Dafür bleibt der Bereich vergleichsweise gepflegt und ruhig. Besonders an heißen Sommertagen empfiehlt sich ein früher Besuch, weil der kleine Natursee schnell gut besucht ist.

Restaurant direkt am See

Direkt bei der Badeanlage befindet sich das „Restaurant am Piburger See“. Die große Terrasse liegt unmittelbar am Wasser und gehört zu den beliebtesten Plätzen am See. Serviert werden Tiroler Klassiker, Kuchen, kleine Gerichte sowie frische Forellen.

Das Restaurant ist meist täglich geöffnet. Bei Schönwetter bleibt es oft länger offen als die Badeanlage. Gerade am Nachmittag oder frühen Abend ist die Terrasse sehr gefragt, weshalb kurze Wartezeiten durchaus vorkommen können.

Zusätzlich gibt es am westlichen Ufer das kleinere „Seehäusl“. Dieses erreicht man bei der Seeumrundung nach etwa 30 Minuten Gehzeit.

Rundweg um den Piburger See

Die Wanderung rund um den Piburger See gehört zu den einfachsten und beliebtesten Spaziergängen im Ötztal. Die komplette Runde entlang des Ufers ist ungefähr 1,9 Kilometer lang und dauert gemütlich etwa 45 Minuten.

Dabei unterscheiden sich die beiden Uferseiten deutlich. Die westliche Seite ist breiter ausgebaut und teilweise auch mit Kinderwagen möglich. Die östliche Seeseite verläuft hingegen deutlich schmäler über Wurzeln und kleinere Felsen. Dort ist gutes Schuhwerk sinnvoll.

Unterwegs öffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf den See. Zusätzlich führen kleinere Wege zu Aussichtsplattformen und ruhigen Plätzen im Wald. Gerade am Morgen wirkt die Gegend oft besonders ruhig, weil der See dann meist spiegelglatt ist.

Startpunkte und Parken

Die meisten Besucher starten in Piburg oberhalb von Oetz. Dort befinden sich mehrere gebührenpflichtige Parkplätze. Direkt zum See fahren darf man nicht, da sich das Gebiet im Naturschutzgebiet befindet.

Vom großen Parkplatz führt eine asphaltierte Straße relativ steil bergab Richtung See. Bis zum ersten Uferbereich benötigt man ungefähr zehn Minuten zu Fuß. Zur Badeanlage am anderen Ende des Sees dauert es eher 20 bis 30 Minuten.

Alternativ kann man auch direkt aus Oetz oder Habichen hinaufwandern. Dadurch verlängert sich die Tour entsprechend.

Bootsverleih am Piburger See

Direkt bei der Badeanlage gibt es einen kleinen Bootsverleih. Angeboten werden klassische Ruderboote, mit denen man den See ruhig und ohne Motor erkunden kann.

Motorboote, Schlauchboote oder Stand-up-Paddles sind am Piburger See nicht erlaubt. Dadurch bleibt die Atmosphäre deutlich ruhiger als an vielen anderen Badeseen.

Gerade am Vormittag ist eine Bootsfahrt oft besonders schön, weil der See dann meist sehr ruhig ist und sich die umliegenden Wälder im Wasser spiegeln.

Angeln am Piburger See

Auch Angeln ist am Piburger See möglich. Dafür benötigt man allerdings eine Tageskarte sowie die entsprechenden Voraussetzungen zum Fischen in Tirol.

Gefischt werden darf nur vom Ufer aus und ausschließlich zwischen Mai und September. Pro Tag werden nur wenige Tageskarten ausgegeben. Deshalb lohnt sich eine Reservierung beim Gemeindeamt Oetz.

Im See leben unter anderem Forellen, Barsche, Saiblinge und weitere heimische Fischarten.

Der Piburger See im Winter

Auch im Winter bleibt der Piburger See ein beliebtes Ausflugsziel. Bei ausreichender Eisdicke wird die Eisfläche zum Eislaufen freigegeben. Dann entsteht eine mehrere Kilometer lange Natureisbahn direkt auf dem gefrorenen See.

Zusätzlich führen Winterwanderwege rund um den See sowie zwischen Oetz und Piburg. Durch die ruhige Lage wirkt die Gegend im Winter komplett anders als in der Sommersaison.

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