Der Tiergarten Schönbrunn, auch als Wiener Zoo bekannt, befindet sich im Schlosspark Schönbrunn und gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in Wien. Im 18. Jahrhundert von den Habsburgern gegründet, gilt er als ältester noch bestehender Zoo der Welt und gehört zum UNESCO‑Weltkulturerbe. Auf rund 17 Hektar verbindet er barocke Gartenarchitektur mit moderner Tierhaltung und engagiert sich für Umweltbildung und Artenschutz. Eine Inventur ergab, dass im Tiergarten über 6 000 Tiere aus rund 500 Arten leben – von winzigen Zwergchamäleons bis zu Großen Pandas. Der Zoo zählt mehrfach zu den besten Europas und entwickelt sich stetig weiter.
Der Tiergarten Schönbrunn gehört zu den wenigen Zoos Europas, in denen Große Pandas zu sehen sind, weshalb dieser Bereich zu den wichtigsten Attraktionen zählt. Gleich nach dem Haupteingang gelegen, bietet das modernisierte Panda-Haus großzügige Innenbereiche sowie naturnahe Wasserflächen und strukturierte Kletteranlagen. Da die Tiere im Rahmen einer internationalen Kooperation mit China in Wien leben, nimmt der Zoo auch eine bedeutende Rolle im weltweiten Artenschutzprogramm ein. Besonders bemerkenswert ist außerdem, dass hier bereits mehrfach Panda-Nachwuchs gelungen ist, wodurch Schönbrunn internationale Aufmerksamkeit erhielt.
Die moderne Eisbärenanlage gehört zu den eindrucksvollsten Bereichen des Zoos, weil sie große Wasserflächen mit naturnah gestalteten Felslandschaften verbindet. Dadurch können Besucher die Tiere sowohl an Land als auch unter Wasser beobachten. Vor allem die großzügigen Unterwasserscheiben ermöglichen faszinierende Einblicke in das Schwimmverhalten der Eisbären. Direkt gegenüber befindet sich außerdem die Pinguinanlage, sodass sich ein thematisch stimmiger Übergang zwischen verschiedenen Lebensräumen der Polarregion ergibt.
Im Polarium gleiten Mähnenrobben hinter einer rund 13 Meter breiten Panoramascheibe elegant durchs Wasser, wodurch sich besonders eindrucksvolle Beobachtungsmöglichkeiten ergeben. Während der kommentierten Schaufütterungen erfahren Besucher zusätzlich spannende Details über Lebensweise und Verhalten dieser Meeressäuger. Deshalb zählt dieser Bereich zu den beliebtesten Stationen entlang des Rundgangs.
Das Regenwaldhaus führt entlang eines südostasiatischen Berghangs durch dichte tropische Vegetation, wobei konstant warme Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit ein besonders authentisches Erlebnis schaffen. Hier leben unter anderem Zwergotter, Batagur-Flussschildkröten sowie Fidschi-Leguane, die sich zwischen üppigen Pflanzen frei bewegen. Gleichzeitig entstehen neue Bereiche für nachtaktive Fledermäuse sowie für selten gezeigte Schuppentiere, wodurch das Regenwaldhaus zusätzlich an Bedeutung gewinnt.
Im Aquarienbereich entdecken Besucher zahlreiche tropische Fischarten, darunter Piranhas, Muränen, Rochen sowie farbenprächtige Korallenfische. Darüber hinaus zeigen mehrere Quallenkreisel unterschiedliche Medusenarten, sodass sich hier eine besonders große Vielfalt beobachten lässt. Ein Tunnel aquarium mit Arapaimas verbindet den Bereich anschließend mit weiteren Ausstellungsräumen und sorgt dabei für eine besonders eindrucksvolle Perspektive unter Wasser.
Direkt anschließend gelangen Besucher in das Terrarienhaus, in dem verschiedene Reptilien und Amphibien aus unterschiedlichen Klimazonen gezeigt werden. Dazu zählen unter anderem Schlangen, Leguane sowie Tannenzapfenechsen, die in naturnah gestalteten Lebensräumen präsentiert werden. Dadurch wird anschaulich vermittelt, wie unterschiedlich sich diese Tiergruppen an extreme Umweltbedingungen angepasst haben.
Die ORANG.erie bietet Orang-Utans einen großzügigen Lebensraum mit Kletterstrukturen auf mehreren Ebenen, sodass sich die Tiere sowohl im Innen- als auch im Außenbereich frei bewegen können. Besucher beobachten die Menschenaffen dabei aus unterschiedlichen Perspektiven, wodurch sich besonders abwechslungsreiche Einblicke ergeben. Gleichzeitig zählt diese Anlage zu den modernsten Menschenaffenbereichen im deutschsprachigen Raum.
Im Koalahaus leben die einzigen Koalas Österreichs, weshalb dieser Bereich zu den besonderen Attraktionen des Tiergartens gehört. Da sich Koalas fast ausschließlich von Eukalyptusblättern ernähren, wird ihr Futter regelmäßig frisch angeliefert. Dadurch lässt sich das spezielle Ernährungsverhalten dieser Tiere besonders gut nachvollziehen.
Tiger, Geparden und Löwen leben in weitläufig gestalteten Gehegen mit Rückzugsbereichen, erhöhten Aussichtspunkten und naturnahen Strukturen. Die Anlagen ermöglichen sowohl gute Beobachtungsmöglichkeiten als auch ausreichend Raum für arttypisches Verhalten.
Der moderne Elefantenpark bietet mehrere Innen- und Außenanlagen mit Wasserbecken, Sandflächen und Bewegungsbereichen. Asiatische Elefanten können hier baden, suhlen und miteinander interagieren. Die Anlage gehört zu den größten ihrer Art in Mitteleuropa.
Im Giraffenpark lassen sich Rothschildgiraffen aus nächster Nähe beobachten. Große Freiflächen und erhöhte Besucherbereiche ermöglichen einen besonderen Blickkontakt auf Augenhöhe mit den Tieren.
Indische Panzernashörner bewohnen eine großzügige Gemeinschaftsanlage mit weiteren asiatischen Huftieren. Ein großer Wasserbereich dient der Abkühlung und unterstützt natürliches Verhalten. Gleichzeitig vermittelt die Anlage wichtige Informationen über Schutzprogramme für diese bedrohte Art.
Goldtakine und Himalaya-Tahre leben gemeinsam in einer Anlage für Hochgebirgsarten, wodurch sich ihre Anpassung an extreme Lebensräume besonders anschaulich nachvollziehen lässt. Da beide Tierarten außerhalb ihres natürlichen Lebensraums selten zu sehen sind, zählt dieser Bereich zu den weniger bekannten, aber besonders interessanten Stationen im Zoo.
Der ehemalige Bärenkäfig wurde zu einer naturnah gestalteten Streuobstwiese umgebaut. Heute leben hier bedrohte heimische Arten wie der Feldhamster und die farbenprächtige Blauracke. Die Anlage zeigt eindrucksvoll, dass Artenschutz auch vor der eigenen Haustür beginnt.
Der Tirolerhof ist ein historischer Bauernhofbereich innerhalb des Tiergartens und präsentiert selten gewordene österreichische Nutztierrassen wie Norikerpferde, Mangalitza-Schweine oder Sulmtalerhühner. Ergänzend dazu gibt es einen Streichelbereich mit Ziegen und Schafen sowie mehrere Spielplätze für Kinder.
Fütterungen & Schaufütterungen: Plane deinen Rundgang anhand der Fütterungszeiten – besonders beliebt sind die Robben im Polarium und die Koalas. Die Zeiten hängen am Eingang aus.
Backstage‑Touren: Der Zoo bietet spezielle Führungen, bei denen du hinter die Kulissen schauen kannst – etwa im Panda‑Haus, bei den Giraffen oder in der Aqua‑Forschungsstation.
Panoramabahn: Eine Bimmelbahn fährt quer durch den Tiergarten. Sie eignet sich besonders für Familien mit kleinen Kindern oder Menschen, die weite Wege vermeiden möchten.
Events & Artenschutztage: Jährlich finden im Tiergarten Veranstaltungen statt, etwa der Wiener Zoolauf oder die Artenschutztage mit Mitmach‑Stationen.
Verpflegung: Es gibt mehrere Restaurants, Gastgärten und Imbissstände. Für gesunde Snacks lohnt es sich dennoch, eine Jause mitzubringen; im Schlosspark gibt es genügend Picknickplätze.
Jahreskarte & Kombitickets: Wer öfter kommt, profitiert von der Jahreskarte. Es gibt auch Kombitickets, etwa mit dem benachbarten Palmenhaus und Wüstenhaus.
Barrierefreiheit & Hinweise: Der Zoo ist größtenteils barrierefrei; Rollstühle können ausgeliehen werden. Hunde dürfen nicht mitgebracht werden (Assistenzhunde ausgenommen). Kinder unter 14 Jahren benötigen eine Begleitperson.
| Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 09:00 – 18:30 |
| Dienstag | 09:00 – 18:30 |
| Mittwoch | 09:00 – 18:30 |
| Donnerstag | 09:00 – 18:30 |
| Freitag | 09:00 – 18:30 |
| Samstag | 09:00 – 18:30 |
| Sonntag | 09:00 – 18:30 |
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