Die Urania in Wien ist mehr als nur ein markantes Jugendstilgebäude an der Ringstraße – sie vereint eine Sternwarte, ein Kino, ein Puppentheater, Vortragsräume und ein beliebtes Café mit Blick auf den Donaukanal. Als öffentliche Bildungsinstitution ist sie seit 1910 ein wichtiger Ort für Kultur, Wissenschaft und Astronomie. Besonders die Sternwarte auf dem Dach ist ein Highlight für Himmelsbeobachter*innen jeden Alters.
Die Urania wurde 1910 im Jugendstil nach Plänen von Max Fabiani errichtet und war von Beginn an ein Ort der populären Wissenschaft. Das imposante Gebäude mit der 36 Meter hohen Sternwart-Kuppel wurde nach der Muse der Astronomie, Urania, benannt. Die Idee stammte ursprünglich aus Berlin und wurde von Emil Auspitzer für Wien aufgegriffen. Am 20. Mai 1910 öffnete die Urania Sternwarte erstmals ihre Kuppel – pünktlich zur Wiederkehr des Halleyschen Kometen.
In der Folgezeit entwickelte sich die Urania zu einem vielbesuchten Bildungszentrum. Ab 1913 wurde sogar ein telefonisches Zeitsignal („Urania-Zeit“) angeboten. 1920/21 zählte die Sternwarte über 11.000 Besucher. Nach der Zerstörung durch eine Fliegerbombe 1944 konnte der astronomische Betrieb erst 1957 wieder aufgenommen werden. In den Jahren 2001 bis 2003 wurde die gesamte Urania generalsaniert – auch die Sternwarte erhielt eine neue Kuppel, ein modernes Teleskop und wurde technisch auf den neuesten Stand gebracht.
Heute gehört die Urania Sternwarte gemeinsam mit dem Wiener Planetarium und der Kuffner Sternwarte zur Wiener Volkshochschulen GmbH.
Die Sternwarte ist Österreichs älteste öffentlich zugängliche Volkssternwarte. Trotz des städtischen Lichts bietet sie beeindruckende Einblicke in die Astronomie. Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich unter der rotierenden Beobachtungskuppel die sogenannte Laterne – ein zwölfeckiger Vortragssaal für Präsentationen und Führungen.
Im Mittelpunkt der astronomischen Veranstaltungen steht die Beobachtung von Sonne, Mond und den hellen Planeten. Besonders beliebt sind die Führungen, bei denen Besucher durch das computergesteuerte Doppelteleskop selbst zum Himmelsforscher werden. Die Sternwarte ist mit speziellen Sonnenfiltern ausgestattet, um auch Sonnenflecken und Gasausbrüche gefahrlos sichtbar zu machen.
Durch die Kombination von Linsen- und Spiegelteleskop können unterschiedliche Himmelsobjekte optimal dargestellt und verglichen werden – ideal für die astronomische Bildungsarbeit.
Über das Jahr verteilt bietet die Urania zahlreiche Programme – von regelmäßigen Beobachtungsabenden bis hin zu astronomischen Themenführungen, etwa bei Mondfinsternissen, besonderen Konstellationen oder Sonnenereignissen. Die Veranstaltungen richten sich sowohl an Einsteiger als auch an fortgeschrittene Hobby-Astronomen.
Aktuelle Termine und Buchungsmöglichkeiten findest du hier:
👉 Zur Veranstaltungsübersicht der Urania Sternwarte
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