Wanderung auf den Bärenkopf am Achensee – Die schönste Rundwanderung ab der Karwendelbahn
Der Bärenkopf zählt zu den schönsten Aussichtsgipfeln rund um den Achensee und steht bei vielen Wanderern ganz oben auf der Wunschliste. Die meisten wählen für Auf- und Abstieg dieselbe Route – wir haben uns jedoch für eine Rundwanderung entschieden. Diese Variante bietet nicht nur abwechslungsreichere Landschaften, sondern ist vor allem beim Abstieg deutlich angenehmer. Wer die Karwendelbahn als Ausgangspunkt nutzt, erlebt eine aussichtsreiche Wanderung mit Alm, Waldwegen, Gipfelpanorama und herrlichen Blicken auf den Achensee .
Mit der Karwendelbahn auf den Zwölferkopf
Unsere Tour beginnt an der Talstation der Karwendelbahn in Pertisau. Bereits nach wenigen Minuten erreichen wir die Bergstation auf dem Zwölferkopf. Schon hier lohnt es sich, etwas Zeit einzuplanen. Direkt vor der Bergstation eröffnet sich der erste herrliche Blick auf den Achensee .
Neben dem Alpengasthaus Karwendel gibt es einen großen Kinderspielplatz mit Trampolin. Außerdem starten hier regelmäßig Paragleiter, die lautlos über den Achensee schweben – ein beeindruckendes Schauspiel, das man vor der Wanderung unbedingt noch kurz beobachten sollte.
Über den Alpentiere-Rundwanderweg zur Bärenbadalm
Um 9:30 Uhr starten wir unsere Wanderung. Der Wegweiser zeigt für den Bärenkopf eine Gehzeit von rund zwei Stunden an.
Zunächst folgen wir dem Wanderweg Nr. 4 bergab. Dieser Abschnitt ist gleichzeitig Teil des beliebten Alpentiere-Rundwanderwegs und daher auch mit Familien sehr gut besucht. Der breite Forstweg führt gemütlich durch den Wald und eignet sich hervorragend zum Eingehen.
Nach etwa 15 Minuten erreichen wir die Bärenbadalm. Die bewirtschaftete Alm liegt wunderschön eingebettet zwischen Wiesen und Bergen und lädt mit ihrer Sonnenterrasse bereits am Vormittag zu einer ersten Rast ein. Da wir den Gipfel zuerst erreichen möchten, heben wir uns die Einkehr jedoch für den Rückweg auf.
Jetzt beginnt der eigentliche Aufstieg
An der Bärenbadalm verlassen wir den breiten Forstweg und folgen den Wegweisern Richtung Bärenkopf. Ab hier verändert sich der Charakter der Wanderung deutlich.
Der geschotterte Weg wird schmäler und steigt kontinuierlich an. Wenig später führt der Wanderweg als typischer Bergpfad durch den Wald. Über zahlreiche Serpentinen geht es nun stetig bergauf. Der Weg ist teilweise steinig und von Wurzeln durchzogen, technisch aber nie besonders schwierig.
Immer wieder öffnen sich zwischen den Bäumen schöne Ausblicke auf den Achensee. Gerade diese kurzen Panorama-Blicke sorgen unterwegs immer wieder für kleine Verschnaufpausen.
Die letzten 20 Minuten der Wanderung
Nach rund einer Stunde im stetigen Anstieg erreichen wir endlich den Wegweiser mit der Aufschrift: „Bärenkopf 20 Minuten“.
Auch wenn das Schild motiviert, sollte man den letzten Abschnitt nicht unterschätzen. Der Weg steigt weiterhin an und führt schließlich über einen kurzen felsigen Bereich. Dieser ist mit Stahlseilen gesichert und problemlos zu begehen, verlangt aber dennoch etwas Aufmerksamkeit.
Danach wird das Gelände wieder deutlich offener. Über eine leicht ansteigende Hochfläche nähert man sich Schritt für Schritt dem Gipfel.
Am Gipfel des Bärenkopfs
Nach etwas mehr als eineinhalb Stunden stehen wir schließlich am Gipfelkreuz des 1.991 Meter hohen Bärenkopfs.
Der Ausblick entschädigt sofort für den anstrengenden Aufstieg. Tief unter uns liegt der Achensee mit seinem beeindruckenden türkisfarbenen Wasser. Auf der gegenüberliegenden Seite ragt das Rofangebirge empor, während sich hinter uns die Gipfel des Karwendelgebirges erheben.
Kein Wunder, dass der Bärenkopf zu den beliebtesten Fotospots am Achensee zählt. Besonders an schönen Sommertagen solltet ihr euch etwas Zeit nehmen, um das Panorama in Ruhe zu genießen.
Tipp: unbedingt auf der “Plattform” ganz nach rechts gehen. Nur so sieht man den kompletten Achensee!
Warum wir die Rundwanderung empfehlen
Um 11:30 Uhr machen wir uns auf den Rückweg.
Zunächst geht es einige Minuten auf demselben Weg zurück, bis wir den bekannten Wegweiser erreichen. Während die meisten Wanderer hier wieder den direkten Rückweg zur Bärenbadalm wählen, biegen wir diesmal links Richtung Weißenbach ab.
Genau dieser Abschnitt macht die Wanderung für uns zur schönsten Variante.
Anfangs führen noch einige steinige Serpentinen bergab. Bereits nach etwa zehn Minuten verändert sich der Weg jedoch komplett. Aus dem steilen Bergpfad wird ein angenehm zu gehender Waldweg, der nur noch sanft bergab verläuft.
Durch Wald und Wiesen zurück zur Bärenbadalm
Der Weg führt nun abwechslungsreich durch schattigen Wald und offene Wiesen. Im Gegensatz zum direkten Abstiegsweg müssen die Knie hier deutlich weniger arbeiten, da das Gefälle wesentlich gleichmäßiger ist.
Nach rund 40 Minuten erreichen wir eine Weggabelung. Von hier folgen wir wieder den Wegweisern Richtung Bärenbadalm. Der restliche Abschnitt ist mit etwa 45 Minuten angeschrieben.
Besonders gut gefällt uns der letzte Teil der Wanderung. Der Weg verläuft fast eben am Hang entlang und bietet immer wieder schöne Ausblicke in die umliegende Bergwelt.
Auch einige Kühe genießen hier den Schatten des Waldes. Wir umgehen die Tiere mit ausreichend Abstand, denn gerade auf Almen sollte man Kühen immer respektvoll begegnen. Jedes Jahr kommt es durch falsches Verhalten zu Unfällen – besonders wenn Hunde mitgeführt werden.
Einkehr in der Bärenbadalm
Gegen 12:45 Uhr erreichen wir schließlich wieder die Bärenbadalm.
Nach der Gipfeltour ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt für eine gemütliche Einkehr. Die Sonnenterrasse bietet einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge und serviert klassische Tiroler Spezialitäten sowie hausgemachte Mehlspeisen.
Gerade deshalb würden wir empfehlen, die Alm nicht bereits am Hinweg zu besuchen, sondern erst nach der Wanderung.
Zurück zur Karwendelbahn
Von der Bärenbadalm folgen wir anschließend wieder dem bekannten Forstweg zurück zur Bergstation der Karwendelbahn.
Um 13:00 Uhr erreichen wir das Alpengasthaus Karwendel, wo wir den Wandertag bei einer weiteren kurzen Pause ausklingen lassen.
Unser Tipp
Auch wenn der direkte Hin- und Rückweg etwas kürzer ist, würden wir jederzeit wieder die Rundwanderung wählen. Der Aufstieg über die Bärenbadalm ist abwechslungsreich und der Rückweg über Weißenbach wesentlich angenehmer als der direkte Abstieg über die steilen Serpentinen.
Dadurch wird die Wanderung nicht nur abwechslungsreicher, sondern auch deutlich gelenkschonender. Wer genügend Zeit mitbringt, erlebt so eine der schönsten Rundwanderungen am Achensee .





















