Niederösterreich: Naturpark Hohe Wand

Niederösterreich: Naturpark Hohe Wand

Die Hohe Wand stand schon lange auf unserer Bucket List für einen Ausflug, nun wollten den Park endlich besuchen. Der mehr als 2.000 ha große Naturpark Hohe Wand ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern, Wanderer, Naturfotografen und Tierliebhaber. Die bis zu 230 Meter hohen Felsklippen fallen nach Südosten hin exponiert zur sogenannten Neuen Welt hin ab. Im Kalkstein gibt es mehrere kleine und größere Höhlen, so zum Beispiel die Kohlröserlhöhle (Czernyhöhle) beim Felsenpfad oder die Einhornhöhle, eine Schauhöhle bei Dreistetten.

Die Anfahrt und Eintritt

Die Anfahrt: Ins Navi oder Google Maps gibt man am besten die Adresse vom Parkplatz ein: Kleine Kanzelstraße 241, 2724 Hohe Wand.
Um 9:30 kommen wir unten an der Mautstraße an (Samstag, Sonntag und Feiertag: PKW € 2.- Autobus € 7.- Motorrad € 1.-)
An Wochenenden und Feiertagen ist der Park gut besucht, Andrang ist um diese Uhrzeit jedoch noch keiner. Gerade einmal 3 Autos sind vor uns. Auch der Eintritt wird an der Mautstelle gleich kassiert (Erwachsene € 2,50, Kinder (3– 15 Jahre) € 1,-, 1x freier Eintritt mit der NÖ Card).

Öffnungszeiten

365 Tage im Jahr, Sommerzeit (Mai bis September) 7-19Uhr, Winterzeit (Oktober- April) 7-17Uhr Es geht weiter die Mautstraße hinauf. Achtung, der Park befindet sich auf rund 1.000m Seehöhe- im Winter braucht man hier manchmal Schneeketten, auch wenn unten alles noch trocken scheint!

Rundwanderung #2

Der Parkplatz ist noch relativ leer. Wir wollen heute die Rundwanderung #2 absolvieren, die direkt vom Parkplatz weggeht. Wir sind mit einem 2-jährigen Kind unterwegs. Zum Glück entdeckt er den Spielplatz und die ganzen Tiere vom Streichelzoo beim Parkplatz noch nicht, sodass wir uns gleich auf den Weg machen können.

Streckeninfos RWW 2:

Länge: 7,5km
Höhenmeter: 246 ↑ und 210 ↓
Dauer: 2std
Schwierigkeit: Leicht
Rundtour, Familienfreundlich
Vorbei an Alpengasthof Postl, Gasthof Luf und Hochkogelhaus

Am Streichelzoo vorbei geht es den Wald-Tierlehrpfad entlang. Der Waldweg ist breit und gut geschottert. Hier könnte man sogar noch einen Kinderwagen schieben. Wir gelangen nach wenigen Minuten zum Hirschgehege. Hier haben die Tiere richtig schönen Auslauf, füttern kann man sie auch.

Es geht weiter durch den Wald, allerdings geht es jetzt etwas rauf und runter, auch immer mehr Wurzeln und Steine sind am Weg. Für Kinderwagen ist es ab dem Gehege nicht mehr zu empfehlen. Trotzdem ist der Weg leicht zu bewältigen. Nach kurzer Zeit stößt man eine Straße. Hier braucht ihr übrigens nicht die Straße runter gehen. Im Wald führt auch ein schmaler aber schönerer Weg die Straße entlang, bis man nach ein paar hundert Meter links abzweigt und wieder tiefer in den Wald geht. Schließlich gelangt man an den Alpengasthof Postl.

Hier verlassen wir kurz den Rundweg um uns den Skywalk anzusehen. Die Richtung ist gut beschildert. Diese Aussichtsterrasse ist in Fels gebaut und bietet einen beeindruckenden Blick in die Tiefe und über den Wiener Alpenbogen. Bei gutem Wetter kann man bis zum Neusiedlersee sehen, allerdings war es bei unserem Besuch etwas diesig.   Die Plattform ist übrigens nichts für Schwindelfreie, da man durch das Gitter nach unten sehen kann. Beim fotografieren konnten wir unter uns sogar Kletterer entdecken. Passieren kann allerdings nichts, die Plattform ist kindergerecht abgesichert.
Wer Glück hat, kann in der Gegend sogar Steinböcke oder Paragleiter sehen.

Wir gehen wieder zurück auf unseren Rundwanderweg. Links geht es auf einem breiten und geschottertem Weg in Richtung Gasthaus Luf. Der Weg lädt dazu ein, einfach immer gerade zu gehen, stattdessen geht es aber nach ein paar Hundert Meter rechts in den Wald hinein, verpasst das Schild nicht! Nach ca. 45min erreichen wir den Gasthof.

Gasthof Luf
Den ganzen Tag freue ich mich schon aufs Backhendl, dass hier besonders gut sein soll.  Allerdings preist ein Schild am Eingang ein „Gamsgulasch“ an. Gams habe ich noch nie gegessen oder gar auf einer Speisekarte gesehen. Diese Gelegenheit will ich mir nicht entgehen lassen. Meine Frau bestellt sich gebackenen Zeller, ebenfalls eine nicht oft gesehen Speise.

Fazit: der Zeller ist gut, nach 3 Scheiben aber etwas langweilig. Der hätte auch als Zuspeise gereicht. Das Gulasch ist ok, allerdings die Portion überschaubar. Ich hätte wohl doch das Backhendl nehmen sollen.
Uns tröstet der Apfelsaft, den die Gastwirtin in der Früh frisch gepresst hat. Der ist einfach unwiderstehlich gut.

Gestärkt geht es weiter durch den Wald in Richtung Ausgangspunkt. Kurz vor dem Ziel kommen wir nochmal an einem sehr schönen Wildgehege vorbei. Als wir gegen 14:00h den Parkplatz erreichen, sind wir auch schon einigermaßen erschöpft. 
Dort treffen wir auf eine Gruppe Wanderer, die mit Lamas und Alpakas durch den Wald wandern gehen. Hierfür braucht man allerdings eine Online Reservierung (als wir am Vortag nachgesehen hatten, war das ganze Monat schon ausgebucht)

Der Streichelzoo

Jetzt geht es erst einmal in den Streichelzoo, das Highlight für unseren Kleinen. Hier gibt es Schweine, Hasen, Alpakas, Lamas, Esel, kleine Pferde, Hühner und Schafe zum füttern (Futter kostet 1€). In das Ziegengehege können die Kinder sogar hineingehen. 

Allerdings muss man erwähnen, dass jetzt am Nachmittag schon einiges los ist. Auch die Tiere scheinen schon richtig gemästet zu sein. Am Boden liegt jedenfalls mehr Futter herum als sie fressen können.
Trotzdem ist unser Kind vom Zoo einfach begeistert und kaum fortzubringen.

Eigentlich wollen wir noch den Kindererlebnisweg gehen, der sich direkt anschließend befindet, jedoch müssen wir dieses Vorhaben nach 100 Metern aufgeben.

Die nächsten Stunden verbringen wir also im Streichelzoo und anschließenden Kinderspielplatz. Zum Glück haben wir unsere Wanderung schon am Vormittag gemacht.

Für die Heimfahrt wollen wir uns gegen 17:00h noch etwas zum jausnen besorgen, weswegen wir noch ins nahe gelegene Naturpark Stüberl schauen. Zu unserem erstaunen haben sie aber rein gar nichts mehr zu essen, da sie im Oktober um 17:30 schließen.  Achtet also darauf, dass euch nichts ähnliches widerfährt.

Auf der Mautstraße machen wir noch einen kurzen Halt, um den Ausblick ein letztes Mal zu genießen. Den Naturpark Hohe Wand werden wir in Zukunft wohl öfters besuchen.

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