Tirol: Wanderung über die Streif am Hahnenkamm

Tirol: Wanderung über die Streif am Hahnenkamm

Was wäre Kitzbühel ohne die Hahnenkamm Abfahrt, besser bekannt auch als die Streif?  Wir wollen die berühmteste und zugleich wohl schwierigste und gefährlichste Skiabfahrt der Welt hinunterwandern.

Tourdaten:

  • Start: KitzSki Hahnenkammbahn (Hahnenkammstraße 1, 6370 Kitzbühel)
  • Kosten Hahnenkammbahn: Bergfahrt 22,5€. Hier die aktuellen Preise und Betriebszeiten.
  • Gehzeit: 2,5 Std.
  • Schwierigkeit: mittel
  • Gesamtweglänge: ca. 3,8 km
  • Höhenmeter: bergab 900 m
  • Jahreszeit: empfohlen Juni bis Mitte Oktober

Hahnenkammbahn

Wir kaufen uns ein Ticket für die Hahnenkamm Seilbahn um 22,50 €, selbstverständlich nur für die Bergfahrt, schließlich wollten wir ja die Streif hinunter wandern.

Kein Mensch steht in der Schlange, also steigen wir gleich in die Marcel Hirscher Gondel ein- um 9:12 Uhr geht es los. Mann genießt dabei einen wunderbaren Ausblick und fährt sogar über eine Skisprungschanze hinweg. Knappe 15 Minuten später kommen wir an der Bergstation an.

Die Wanderung:

Das Starthaus

Naturgemäß beginnt unsere Wanderung beim Starthaus. Von hier sind es 3.312m bis ins Ziel. Das Starthaus bietet einen unglaublichen Ausblick auf die umliegenden Gebirge und Kitzbühel. Schon der Startschuss ist beeindruckend, nicht mal zu Fuß möchte man hier hinuntergehen, geschweige denn im vollen Schuss Skifahren.

Da gehen wir lieber den weniger steilen Wanderweg, und gelangen nach nur 2 Minuten an die Hocheckhütte. Von hier geht es weiter in Richtung Mausefalle, einem der bekanntesten Punkte auf der Streif bzw. im Skizirkus überhaupt.

Zunächst geht es aber noch durch ein Weidegatter und hinauf auf eine doch recht baufällige Aussichtsplattform.

Die Mausefalle

Wieder ein paar Meter weiter befindet sich die berühmte Mausefalle. Mein erster Gedanke ist “Ja sind die denn geisteskrank!” Das sieht im Fernsehen gar nicht so wild aus. Wenn man hier aber selbst steht, ist es einfach unfassbar, dass jemand den Mut hat, mit Höchsttempo hinunter zu brettern. Ich könnte hier nicht einmal Bogerl-fahren. Kein Wunder, die Steigung beträgt 85%!

Wir gehen den Serpentinen Weg weiter bergab. Um auf der Rennstrecke zu bleiben, muss man nach ein paar Minuten den Hauptweg verlassen und rechts abbiegen. Keine Sorge, der Weg ist gut beschildert. Man geht wieder in Richtung See.

Steilhang

Vorhin dachte ich mir schon, es wäre steil, doch erst als wir an den Steilhang gelangen, wissen wir, warum der diesen Namen trägt!  Wir müssen weiter in Schlangenlinien gehen, da der Steilhang zu Fuß einfach nicht machbar wäre (und zudem im Sommer die Natur geschont wird). Im Winter stellt diese Passage die eisigste Stelle dar. 

das Gschöss

Wir kommen zum Gleitstück der Rennstrecke, die für uns immer noch schnell genug ist. Die RennläuferInnen haben hier noch immer satte 90km/h drauf. Wir haben jedoch die Zeit das umliegende Gebirge wie den Wilden Kaiser zu genießen.

Es folgt die alte Schneise, der unruhigster Streckenteil. Wer länger pausieren will, kann weiter zum Seidlalm See wandern.

Nach über 1 Stunde erreichen wir mit der Seidl Alm den Mittelteil der Rennstrecke. Wer möchte, kann hier auch einkehren.

Wir gehen den schmalen Weg direkt weiter und gelangen nach wenigen Minuten an einen schönen Wald, den wir durchqueren.

Hausberg Kante

Nach dem Lärchenschuss kommen wir schließlich an die berühmte Hausberg Kante, wo man sich auf einer Parkbank niederlassen kann, um die Aussicht zu genießen. Es ist einfach unvorstellbar, dass die SkifahrerInnen in voller Fahrt hier hinunterspringen. Was im Fernsehen schon beeindruckend aussieht, wird hier fast unglaubwürdig. Die Vorstellung ist einfach absurd. 

Am Ende kommt noch der Zielschuss. Hier erreichen die Rennläufer bis zu 140 km/h Geschwindigkeit. Allerdings geht man nicht darüber hinweg, sondern kommt auf die Straße in Richtung Kitzbühel Zentrum.

Der österreichische Olympiasieger Fritz Strobl brauchte 2002 nur 1:51,57 Minuten für die Streif.

Wir haben nur knapp über 2 Stunden gebraucht 😉

Fazit: eine wirklich spannende und wunderschöne Wanderung, egal, ob man Skirennen schaut oder nicht.

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